Der Priester und seine Geliebte – eine wahre Geschichte!

Jedes Geheimnis hat seinen Ort,

jeder Roman geht seinen Weg …

 

Marie …

Mein zweiter historischer Roman “Die Erbin des Grals” hat nach neun Jahren auf dem Buchmarkt (Rütten & Loening, Berlin, Aufbau-TB-Verlag, Berlin) längst einen neuen Titel und eine neue Heimat als E-book im Amazon-Kindle-Shop erhalten.

Marie, steh auf, wie bist du träge, die heitere Lerche hat am Himmel schon geträllert

(Pierre de Ronsard, Sonett)

Dieser Spruch steht über dem ersten Kapitel meines Romans (459 Seiten), in dem sich die junge Hutmacherin Marie Dénarnaud schweren Herzens an den Aufstieg in das Pyrenäen-Bergnest Rennes-le-Château macht. Sie soll dort künftig den Haushalt des Priesters führen.

Der charmante Abbé ist, was Marie nicht weiß, einem gewaltigen Geheimnis auf der Spur und er zieht die junge Frau mehr und mehr in die Geschichte hinein – und zugleich in seinen Bann.

Irgendwann jedoch „steht Marie auf“ und beginnt selbst Nachforschungen zu betreiben. Doch was sie herausfindet, ist gefährlich. Spätestens als ein benachbarter Priester brutal ermordet wird, hält die Angst Einzug im Pfarrhaus von Rennes-le-Château …

Ihr Lebenslauf:

Marie Dénarnaud wird am 2. August 1868 in Espéraza geboren.
Eltern: Guillaume und Alexandrine Dénarnaud, 1 Bruder namens Barthélémy, geb. 1872
Beruf: Hutmacherin in Espéraza
1878 verlässt Marie ihre Arbeitsstelle und zieht – auf Vermittlung des benachbarten Priesters Boudet (Rennes-les-Bains) nach Rennes-le-Chateau, wo sie ihren Dienst beim Pfarrer Bérenger Saunière antritt, seine Geliebte und Vertraute wird.
Bérenger Saunière nennt sie liebevoll „Marinette“.
Die Dorfbewohner geben ihr den Spitznamen „Madonna des Pfarrers“.
Nach dem Tod des Priesters 1917 ist sie seine Alleinerbin und Geheimnisträgerin.
In den 40er Jahren gibt sie ihre Anwesen an die Familie Corbu gegen eine Leibrente.
Sie verspricht Noel Curbu, ihn vor ihrem Tod in das Geheimnis des Priesters einzuweihen.
Sie erleidet einen Schlaganfall und stirbt am 29. Januar 1953, ohne ihr Geheimis an Corbu weitergegeben zu haben.

Hier geht es zur kurzen Leseprobe!

Achtung: Eine Print-Neuausgabe ist für 2018 geplant!

 

Viel Spaß beim Lesen auf Ihrem E-book-Reader

wünscht

Helene L. Köppel

My fantasy is my castle

Oben – die alten Grabstätten des Priesters und seiner Geliebten.
Rechts: Der Bibliotheksturm des Priesters: Tour Magdala

(Alle Fotos privat HLK)

Die Villa Bethania – das neuerbaute Pfarrhaus des Priesters

Die Wegbegleiter vom Pommesbleues-Forum

Meinen Roman „TALMI“ habe ich meinen langjährigen frankophilen und in halb Europa verstreuten Wegbegleitern gewidmet:

Erich, Erik, Fritz, Hannes, Jürg, Manolo, Marion, Markus, Michael, Olaf, Sabina, Stefan, Thommy und Udo …

und das aus gutem Grund, denn meine Forums- und Autorenfreunde haben über viele Jahre hinweg mit ihren Geschichtskenntnissen, Forschungen, kritischen Anmerkungen, verrückten Ideen 🙂 und interessanten Fotos unterschwellig nicht nur zum Romanplot „Talmi“ beigetragen.

Nachstehend einige Highlights aus dem Leben der Pommesbleues- Gralsforscher!

2005 Erstes Internationales Autorentreffen in Schweinfurt_

Am nächsten Morgen im Café-Götz beim gemeinsamen Frühstück:

DREI JAHRE SPÄTER …

2008 Zweites Internationales Autorentreffen mit Büchertausch in Südfrankreich (Rennes-les-Bains)

(Im Foto sitzend: Henry Lincoln, Mitautor des Bestsellers „The Holy Blood and the holy Grail“ („Der Heilige Gral und seine Erben“) – im Gespräch mit der Autorin von „Die Erbin des Grals“, Helene Luise Köppel., rechts im Bild Jürg Caluori)

Am Abend – im Hotel „Au coeur de Rennes“ -, die große Tisch- und Debattierrunde mit Rennes-le-Château-Forschern, Autoren- und anderen langjährigen Freunden:

Fortsetzung der interessanten Gespräche um Bücher, alte Karten und die Schätze von Rennes-les-Château am nächsten Morgen, nach einer kurzen Nacht …


Im Jahr darauf – 2009 – Drittes Arbeitstreffen der Rennes-les-Château-Forscher in Frankfurt:

 

2012 Viertes Internationales Autorentreffen – wieder in Schweinfurt

MAINPOST-Artikel: 13.06.2012 18:18 | Von unserem Redaktionsmitglied Hannes Helferich

Die Wahrheit hinter den vielen Legenden

SCHWEINFURT

„Pommes bleues“-Treffen in Schweinfurt: . Hintere Reihe von links: Markus Menzendorff, Erik van Leenders, Stefan Köppel (Administrator), Olaf Jacobskötter, Erich Limmer, vorne von links: Hannes Stuber, Jürg Caluori, Helene Luise Köppel, Marion Boskemper und Thorsten Stute. Bild: Foto: Köppel

BERICHT: Nach einem ersten Treffen im September 2005 und weiteren Konferenzen in Frankfurt, München und im französischen Rennes-les-Bains hat nun bei der Schweinfurter Autorin Helene Köppel ein zweites Arbeitstreffen der inzwischen auf fünfzehn Mitglieder angewachsenen Internet-Gruppe „Pommes bleues“ stattgefunden. Die Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich beschäftigen sich seit Jahren mit den Geheimnissen Südfrankreichs. Sie tauschen Erkenntnisse aus, stöbern in Archiven, analysieren alte Schriftstücke, „versuchen Irrtümer auszuräumen, um die Wahrheit hinter der Legende zu finden“, beschreibt die Oberndorfer Buchautorin das Tätigkeitsfeld der Gruppe. Helene Köppel hat sich mit ihren Romanen über die Katharer einen Namen gemacht. Kürzlich legte sie einen Kriminalroman vor, ebenfalls in Südfrankreich angesiedelt. In „Die Affäre Calas“ geht es um eine Erbschaft, ein dunkles Familiengeheimnis und eine geheime Bruderschaft. Der Roman beruht zum Teil auf historischen Fakten, einem jeweils ungeklärten Justizfall Calas und Unglücksfall in einer Chemiefabrik, ebenfalls in Toulouse. Beim aktuellen Treffen der internationalen Internet-Gruppe spielte der Ort Rennes-le-Château eine Hauptrolle. Das kleine Pyrenäennest, in dem sich auch schon François Mitterrand (1981) umgesehen habe, hat die Gruppe „gewissermaßen zusammengeführt“, erinnert Köppel. „Der Anfang des Mythos‘, mit dem wir uns hauptsächlich beschäftigen, geht auf eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert zurück“, schildert die Schriftstellerin. Im Jahr 1653 soll der Schafhirte Ignac Paris auf der Suche nach einem verlorenen Schaf eine Höhle entdeckt haben, in der ein Schatz lag. Er stopfte seine Taschen mit Goldstücken voll und präsentierte sie im Dorf. Der damalige Herr von Rennes-le-Château, Baron Blaise d’Hautpoul, zitierte ihn zu sich, wollte den Fundort wissen. Der Schäfer weigerte sich angeblich – und wurde zum Tod verurteilt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob er nicht doch vor seinem Tod gesprochen hat und als Mitwisser beseitigt wurde. Heute verdanke Rennes-le-Château seine Bekanntheit alten Pergamenten und einem Schatz, der 1887 vom örtlichen Priester Bérenger Sauniere entdeckt wurde. Gleich, woher der Schatz stammte (Westgoten, Katharer, Tempelritter): Der Fund machte den Priester reich – und löste eine Lawine weiterer Entdeckungen, Enthüllungen und Veröffentlichungen aus. Köppel schrieb darüber 2003 den Roman „Die Erbin des Grals“ (auch als Kindle E-book unter dem Titel „Marie …“ erhältlich ). Ihre Freunde Sabina Marineo, Udo Vits und Olaf Jacobskötter verfassten mehrere Sachbücher, weitere Autorenkollegen wichtige Abhandlungen davon. Sabina Marineo, die beim diesjährigen Treffen nicht teilnehmen konnte, schreibt zur Zeit über Rennes-le-Château in ihrem jüngsten Sachbuch: „Stück um Stück zeigt sich das Dorf als die Spitze eines inzwischen hohen Berges, der aus politischen Intrigen, historischen Tatsachen und mythologischen Erzählungen besteht.“ Für Köppel steht fest: Das Geheimnis ist wesentlich komplexer, als es beispielsweise in TV-Sendungen dargestellt werde. Es sei durchsetzt von Fälschungen, merkwürdigen Funden, Inschriften, sonderbaren Andeutungen – und natürlich auch von der Symbolik, mit der Bérenger Sauniere seine Kirche versehen hat. Aber auch ein altes Grabmal spielt im Geheimnis von Rennes-le-Château eine Rolle. Gemeinsames Ziel der Autorengruppe ist laut Helene Köppel, „die Spreu vom Weizen zu trennen, herauszufinden, was hinter den Kulissen vorging, als gewisse klerikale Kreise aus dem Languedoc sowohl im 16. als auch im 19. Jahrhundert zu plötzlichem Reichtum kamen“. Die Mitglieder wollten herausfinden, wer die Fälschungen zu verantworten hat, die mit den ersten Büchern über das Geheimnis von Rennes-le-Château (1960er Jahre) zum Vorschein kamen. „Ob uns unsere Suche irgendwann zum Ziel führt, ist dabei unwesentlich“, sagt Köppel. Es mache einfach Spaß, „sich mit guten Freunden auf den Weg dorthin zu machen“. Übrigens: Der harte Kern der frankophilen Forscher und Autoren kennt sich heuer seit zehn Jahren. Der runde Geburtstag wurde in Schweinfurt begossen – mit fränkischem Spätburgunder und französischem Blanquette aus Limoux.“ (Hannes Helferich)

Ein weiteres – fünftes – Arbeitstreffen fand vom 11. – 13. Juli 2014 erneut in Schweinfurt statt:
Die Presse (Katharina Winterhalter) schrieb hierzu:

SCHWEINFURT
Köppel und die blauen Äpfel
Vom kleinen Forum im Internet zur festen Gruppe: Treffen der Autoren- und Forschergruppe „Pommes bleues“

(Foto: Stefan Köppel)
Treffen in Oberndorf: (hinten v.l.) Manolo Huber, Erich Limmer, Erik van Leenders, Helene Köppel, (vorne) Markus Menzendorff, Hannes Stuber und Jürg Caluori.

„Anfangs war es nur ein kleines Forum im Internet, das sich die „Pommes bleues“, die blauen Äpfel nannte. Inzwischen trifft sich der Freundeskreis frankophiler Autoren und Forscher einmal im Jahr in der Wirklichkeit. Zum dritten Mal war die Schweinfurter Schriftstellerin Helene Köppel Gastgeberin.
Die Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich beschäftigen sich mit den Geheimnissen Südfrankreichs. Sie tauschen Erkenntnisse aus, stöbern in Archiven, analysieren alte Schriftstücke und versuchen, so Köppel, Irrtümer auszuräumen, um die Wahrheit hinter der Legende zu finden.
Forumsleiter ist der Wiener Hannes Stuber. Er befasst sich mit den Themen Mythos Rennes-le-Château und Romanische Kirchen in Südfrankreich. Markus Menzendorff aus Frankfurt erforscht die Templerspuren in Europa. Der Schweizer Jürg Caluori interessiert sich für den französischen Klerus im 19. Jahrhundert. Erich Limmer aus Bergtheim ist auf den Spuren der Templer auf den Santiago-Wegen Frankreich und Nordspanien. Der Niederländer Erik van Leenders bewegt sich in den Europäischen Geheimgesellschaften im ausgehenden 19. Jahrhundert, Manolo Huber (Zürich) in den Höhlen im Aude-Gebiet. Schließlich Helene Köppel aus Oberndorf, die sich mit der Geschichte der Katharer und Cagoten und romanischen Madonnen befasst.

In diesem Jahr nutzte Köppel nach einigen spannenden Fachvorträgen, beispielsweise über „Auffälligkeiten in Romanischen Kirchen auf dem Jakobsweg“ die Gelegenheit, in gemütlicher Runde aus ihrem neuen Roman „Talmi“ zu lesen. Erstmals hat sie einen Reise-Psychothriller geschrieben. Fünf Forschungsreisende, die sich nur aus dem Internet kennen, machen sich auf den Weg in die Pyrenäen. Doch im Gegensatz zu und den „Pommes-bleues“-Freunden, die sich seit über zwölf Jahren persönlich kennen und schätzen, ist bei den Protagonisten des Romans am Ende ihrer ersten gemeinsamen Reise nichts mehr, wie es zu Beginn war.

Helene Köppel hat den neuen Roman, an dem sie mit Unterbrechungen fast vier Jahre schrieb, ihren „Pommes-bleues“-Wegbegleitern gewidmet, nicht zuletzt, weil sie mit ihren Geschichtskenntnissen, kritischen Anmerkungen und verrückten Ideen unterschwellig zum Romangeschehen beigetragen hätten.

„Talmi“, der dritte Südfrankreich-Thriller von Helene Köppel, ist als E-book und Taschenbuch bei Amazon erhältlich.


 

Rennes-le-Château – Die Wahrheit hinter den vielen Legenden

Pressebericht Schweinfurter Tagblatt am 14. Juni 2012 (von Hannes Helferich)

SCHWEINFURT
Die Wahrheit hinter den vielen Legenden

Autoren lüften Südfrankreichs Geheimnisse – Helene Köppel dabei

  •  „Pommes bleues“-Treffen in Schweinfurt: Die Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich beschäftigen sich seit Jahren mit den Geheimnissen Südfrankreichs. Hintere Reihe von links: Markus Menzendorff, Erik van Leenders, Stefan Köppel (Administrator), Olaf Jacobskötter, Erich Limmer, vorne von links: Hannes Stuber, Jürg Caluori, Helene Luise Köppel, Marion Boskemper und Thorsten Stute.
    Foto: Köppel
 Nach einem ersten Treffen im September 2005 und weiteren Konferenzen in Frankfurt, München und im französischen Rennes-les-Bains hat nun bei der Schweinfurter Autorin Helene Köppel ein zweites Arbeitstreffen der inzwischen auf fünfzehn Mitglieder angewachsenen Internet-Gruppe „Pommes bleues“ stattgefunden.

Die Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich beschäftigen sich seit Jahren mit den Geheimnissen Südfrankreichs. Sie tauschen Erkenntnisse aus, stöbern in Archiven, analysieren alte Schriftstücke, „versuchen Irrtümer auszuräumen, um die Wahrheit hinter der Legende zu finden“, beschreibt die Oberndorfer Buchautorin das Tätigkeitsfeld der Gruppe.

Helene Köppel hat sich mit ihren Romanen über die Katharer einen Namen gemacht. Kürzlich legte sie einen Kriminalroman vor, ebenfalls in Südfrankreich angesiedelt. In „Die Affäre Calas“ geht es um eine Erbschaft, ein dunkles Familiengeheimnis und eine geheime Bruderschaft. Der Roman beruht zum Teil auf historischen Fakten, einem jeweils ungeklärten Justizfall Calas und Unglücksfall in einer Chemiefabrik, ebenfalls in Toulouse.

Beim aktuellen Treffen der internationalen Internet-Gruppe spielte der Ort Rennes-le-Château eine Hauptrolle. Das kleine Pyrenäennest, in dem sich auch schon François Mitterrand (1981) umgesehen habe, hat die Gruppe „gewissermaßen zusammengeführt“, erinnert Köppel. „Der Anfang des Mythos‘, mit dem wir uns hauptsächlich beschäftigen, geht auf eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert zurück“, schildert die Schriftstellerin.

Im Jahr 1653 soll der Schafhirte Ignac Paris auf der Suche nach einem verlorenen Schaf eine Höhle entdeckt haben, in der ein Schatz lag. Er stopfte seine Taschen mit Goldstücken voll und präsentierte sie im Dorf. Der damalige Herr von Rennes-le-Château, Baron Blaise d’Hautpoul, zitierte ihn zu sich, wollte den Fundort wissen. Der Schäfer weigerte sich angeblich – und wurde zum Tod verurteilt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob er nicht doch vor seinem Tod gesprochen hat und als Mitwisser beseitigt wurde.

Heute verdanke Rennes-le-Château seine Bekanntheit alten Pergamenten und einem Schatz, der 1887 vom örtlichen Priester Bérenger Sauniere entdeckt wurde. Gleich, woher der Schatz stammte (Westgoten, Katharer, Tempelritter): Der Fund machte den Priester reich – und löste eine Lawine weiterer Entdeckungen, Enthüllungen und Veröffentlichungen aus.

Köppel schrieb darüber 2003 den Roman „Die Erbin des Grals“ (auch als Kindle E-book unter dem Titel „Marie …“ erhältlich ). Ihre Freunde Sabina Marineo, Udo Vits und Olaf Jacobskötter verfassten mehrere Sachbücher, weitere Autorenkollegen wichtige Abhandlungen davon. Sabina Marineo, die beim diesjährigen Treffen nicht teilnehmen konnte, schreibt zur Zeit über Rennes-le-Château in ihrem jüngsten Sachbuch: „Stück um Stück zeigt sich das Dorf als die Spitze eines inzwischen hohen Berges, der aus politischen Intrigen, historischen Tatsachen und mythologischen Erzählungen besteht.“

Für Köppel steht fest: Das Geheimnis ist wesentlich komplexer, als es beispielsweise in TV-Sendungen dargestellt werde. Es sei durchsetzt von Fälschungen, merkwürdigen Funden, Inschriften, sonderbaren Andeutungen – und natürlich auch von der Symbolik, mit der Bérenger Sauniere seine Kirche versehen hat. Aber auch ein altes Grabmal spielt im Geheimnis von Rennes-le-Château eine Rolle.

Gemeinsames Ziel der Autorengruppe ist laut Helene Köppel, „die Spreu vom Weizen zu trennen, herauszufinden, was hinter den Kulissen vorging, als gewisse klerikale Kreise aus dem Languedoc sowohl im 16. als auch im 19. Jahrhundert zu plötzlichem Reichtum kamen“. Die Mitglieder wollten herausfinden, wer die Fälschungen zu verantworten hat, die mit den ersten Büchern über das Geheimnis von Rennes-le-Château (1960er Jahre) zum Vorschein kamen. „Ob uns unsere Suche irgendwann zum Ziel führt, ist dabei unwesentlich“, sagt Köppel. Es mache einfach Spaß, „sich mit guten Freunden auf den Weg dorthin zu machen“.

Übrigens: Der harte Kern der frankophilen Forscher und Autoren kennt sich heuer seit zehn Jahren. Der runde Geburtstag wurde in Schweinfurt begossen – mit fränkischem Spätburgunder und französischem Blanquette aus Limoux.

Von unserem Redaktionsmitglied Hannes Helferich

   

Rennes-les-Château – Legende oder Wahrheit?

Legende oder Wahrheit? Jedes Geheimnis hat seinen Ort!

In der verfallenden Dorfkirche von Rennes-le-Château fand Abbé Saunière 1886 einen Schatz …

Über diesen südfranzösischen Ort im Département Aude könnte man Seiten füllen – oder Bücher schreiben!

Der Schriftsteller Jean Girou, (L’itineraire en Terre d’Aude, Montpellier 1936, Seite 169) schrieb seinerzeit:


Wir sind im Herzen des Westgotenlandes, es bleibt uns noch, die Hauptstadt des Razès zu besuchen, das alte Rédé, Rhedae. Am Ausgang von Couiza steigt eine Strasse lebendig nach links, es ist der Chemin de Rennes-le-Chateau; am Halt an der Hochebene zeigt sich eine einzigartige Dekoration: verfallene Häuser, ein abgehalftertes Adelsschloss, was auf dem Kalkfelsen ruht, dazu Villas, Verandatürme, neu und modern, die befremdlich mit des Ruinen kontrastieren: Es ist das Haus eines Pfarrers, der diese anspruchsvollen Gebäude errrichten liess, mit dem Geld aus einem gefundenen Schatz, sagen die Landbewohner!“ Sie veranlaßt einen zum Anstieg, die wunderbare Aussichtsplattform des Razes. Die Strasse erklettert eine Rampe, überhalb der Sals; auf der anderen Seite tauchen die Ruinen des Schlosses von Coustaussa auf und schneiden einen mittelalterlichen Hintergrundschmuck in den Himmel; die Ländereien und Brachen durchquerend steigt man an bis zum Gipfel.

Mein Roman „Die Erbin des Grals“ (2003/2005 Aufbau-Verlag, Berlin/2012 E-book „Marie“, Amazon), war der erste deutschsprachige Roman, der das Mysterium um Rennes-le-Château zum Thema hatte.

„Marie, steh auf, wie bist du träge, die heitre Lerche hat am Himmel schon geträllert …“

(Pierre de Ronsard. Sonett)

Lernen Sie nun die Protagonistin meines Romans kennen, Marie Dénarnaud – Haushälterin und Geliebte des Priesters Bérenger Saunière. Sie wird Sie durch ihr Dorf führen und dabei ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern:

(Marie Dénarnaud, rechts unten, das kleine Kind auf dem Schoß haltend; auf dieses Foto machte mich dankenswerterweise Erik van Leenders aufmerksam.)

„Als ich Bérenger Saunière kennenlernte, den Mann, der mich reich und selig machen würde, der mich zur Mitwisserin eines unbegreiflichen Geheimnisses werden lassen und in Sünde verstricken sollte, war ich gerade achtzehn Jahre alt. Es war der erste schöne Frühlingstag im März des Jahres 1886, als ich freudigen und zugleich bangen Herzens die holprige, gewundene Straße hinaufstieg, die zum Dorf Rennes-le-Château führt …“

„Die rote Erde rechts und links des Weges dampfte. Ein gutes Omen, dachte ich bei mir, den Korb mit meinen Habseligkeiten, der mir zunehmend schwerer geworden war, ein wenig zurechtrückend. Am ersten schönen Frühlingstag eine neue Stellung anzutreten, das musste ganz einfach gelingen …“

„Schon konnte ich die Umrisse der alten Burganlage von Rennes-le-Château erkennen. Die mächtigen Eichen, die vor den halb zerfallenen, teilweise mit Moos und Efeu bewachsenen Gemäuern und Türmen stehen, fingen gerade an, vorsichtig auszutreiben. Man könne nicht wissen, ob die Bäume die alte Burg beschützten oder umgekehrt, meinte Bérenger Saunière später einmal über sie auf einer unserer heimlichen Unternehmungen.“

„´Wohnt der Abbé Saunière in der Hütte des alten Pons, die sich Pfarrhaus nennt?`, fragte ich Émilie Maury – so hieß die alte Frau, die meine erste Freundin in Rennes-le-Château werden sollte. ´Ja, er hat sich dort notdürftig ein Zimmer eingerichtet.` Sie tätschelte tröstend meine Hand. ´Das vernünftigste wäre es, wenn du dich bei mir einquartierst. Bis du ein eigenes Zimmer im Pfarrhaus beziehen kannst, wird es noch eine Weile dauern.` Als ich nachts aber allein in der fremden Kammer lag, war nicht nur das kalte, helle Mondlicht daran schuld, dass ich nicht einschlafen konnte …“

Die Villa Bethania

„Ein Jahr darauf, als wir längst vom Pfarrhaus in die Villa Béthania umgezogen waren – natürlich mit all dem, was sich gut versteckt im Keller des alten Hauses befand – kamen die Tiere für Bérengers privaten Zoo, der zur Komplettierung seines Paradieses unbedingt erforderlich war. So hielten bei uns sprechende Aras Einzug, bunte Finken, Pfauen und obendrein ein Affe. Bérenger rief ihn Mela. Die Leute sperrten die Mäuler auf, wann immer sie ihn zu Gesicht bekamen, er war gewissermaßen ein lebendes Pendant zu Asmodi, dem Teufel, der Jahre später die Kirche zieren sollte.“

„Ich wusste aus Bérengers Tagebuch, dass es Boudets Plan war, Asmodi zu uns kommen zu lassen (den Teufel). Klauen, Hörner, Gabel, alles war vorhanden, was zu einem richtigen Dämon gehört. Die Manufaktur von Giscard & Söhne in Toulouse wird sich nicht wenig gewundert haben über diesen ungewöhnlichen Auftrag für eine Kirche.“

„´Wenn der ganze Sinn und Zweck dieses schrecklichen Wesens ist, zu eurem Amüsement die Leute zu erschrecken, dann finde ich euer Verhalten ebenso abscheulich wie den Teufel selbst`, hatte ich Bérenger am folgenden Abend an den Kopf geworfen, als wir wieder allein waren und ich sein neues, über und über mit Rosen besticktes Messgewand aufbügelte. Er aber hatte nur gelacht und gemeint, dass ich wie alle anderen Frauen in Rennes eine kleine, abergläubische Person sei, die mit Ginsterbüscheln in den Fenstern das Böse zu bannen suche, statt sich ihm zu stellen, und nichts, aber auch gar nichts verstanden habe.“

„Die Statuen der verschiedenen Heiligen, das Basrelief und das Giebelfeld wurden von Monsieur Giscard aus Toulouse ausgeführt … Bei den Baumaßnahmen entdeckten Handwerker ein weiteres altes, wenngleich leeres Versteck zwischen dem Glockenturm und der Diele. Fachleute meinten, dass es im 8. Jahrhundert angelegt worden sein könnte, und dadurch fand die Überzeugung der beiden Priester, Boudet und Saunière, eine weitere Bestätigung: Rennes-le-Château birgt mehr als ein Geheimnis!“

„Bérenger setzte seine Vorstellungen so entschlossen in die Tat um, dass der Gemeinderat gar nicht dazu kam, ihm Einhalt zu gebieten. Die Alten waren insgeheim froh, nicht selbst Hand anlegen zu müssen, und die Jüngeren freuten sich, dass die magere Gemeindekasse geschont wurde. „Der Abbé zahlt ja alles aus eigener Tasche! Was soll man ihm da reinreden“, brummten sie beschwichtigend, wenn Bauern aus den Dörfern ringsum ihnen vorhielten, dass sie all das duldeten. „Wo das Geld herkommt? Vom Schatz natürlich! Er muss doch einen gefunden haben, so wie die Sache aussieht.“

„Der Turm Magdala, den Boudet mit Vorliebe den „Turm der Uhr“ nennt, weil er wie eine Sonnenuhr ausgerichtet ist, wurde nach Bérengers Wünschen im neugotischen Stil erbaut. Beim Ausheben des Fundaments entdeckten Bérenger und mein Vater einen verschütteten Geheimgang, der – wie man vermutet – einst ins Tal hinuntergeführt hat. Bérengers Nachforschungen ergaben, dass es sich um den letzten Überrest der beiden alten westgotischen Zitadellen handelte, die im Jahr 1362 durch einen gewissen Grafen von Trastamarre geschleift wurden. Eine Zeit, in der wahrscheinlich kein Mensch mehr im alten Rhedae anzutreffen war, denn ein Jahr zuvor hatte die Pest gewütet.“

„Der Fußboden im Untergeschoß ( Anmerk: des Turmes), wo sich die Bibliothek befindet, wurde mit grau-weißen Fliesen im Mäandermuster ausgelegt. Später riss sie Bérenger wieder heraus und ersetzte sie durch wundervolle, handbemalte Fliesen, so dass man auf den ersten Blick meint, einen kunstvoll geknüpften Teppich aus Persien vor sich zu haben.“

„Im Mondschein sah unsere Gartenanlage noch fantastischer aus als bei Tag. Juliette stieß ununterbrochen spitze Entzückungsschreie aus: „Ach, diese himmlische Terrasse – nein, eigentlich ist es ja eine Galerie – so hoch oben neben dem Gewächshaus …“

„Am Brunnen angekommen, zeigte Bérenger mit weit ausholenden Gebärden auf sein Reich: ´Madame Juliette, Sie sehen hier die gesamte Welt dargestellt.` Er wies mit seiner Laterne auf das Wasserbecken, aus dem gerade fünf große Fontänen aufspritzten. ´Das Wasser steht für das Meer, die Pflanzen ringsum für die Erde, und dort hinten, die Volieren mit den Vögeln – sie sind die Allegorie für die Luft.`
Juliette stieß ein halbersticktes ´Oh` hervor, was hätte sie in einem solchen Augenblick auch anderes sagen sollen …“
 

„Der weiße Kies knirschte unter unseren Füßen, und die gleichfalls weißen Rosen rechts und links des Weges dufteten unwiderstehlich. Unwiderstehlich sah auch Bérenger aus, wie er in seinem anthrazitfarbenen, hochgeschlossenen Priestergewand aufrecht und stolz neben Juliette einherschritt.“

Hic situs est …

Bérenger Saunière starb am 22. Januar 1917, seine Geliebte Marie (von ihm Marinette gerufen) überlebte ihn um sechsunddreißig Jahre. Bis zur Umbettung des Priesters lagen sie einträchtig nebeneinander auf dem Friedhof von Rennes-le-Château.


Die heutige Grabstätte des Priesters:

(Fotos Privat HLK; Textauszüge aus „Die Erbin des Grals„, Copyright Helene Luise Köppel)

Nachstehend das handschriftliche Testament der Marie Dénarnaud, in dem sie einen gewissen Noel Corbu als ihren Erben einsetzt.
Aber das ist wieder eine andere Geschichte – die darauf wartet, erzählt zu werden!

Interessiert?

„Die Erbin des Grals“ ist derzeit leider nur antiquarisch – oder aber als Amazon-Kindle-E-book unter dem Titel „Marie …“ erhältlich. (3.99 Euro). Ein Neudruck ist geplant.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Helene L. Köppel
my fantasy is my castle