Die Wegbegleiter vom Pommesbleues-Forum

Meinen Roman „TALMI“ habe ich meinen langjährigen frankophilen und in halb Europa verstreuten Wegbegleitern gewidmet:

Erich, Erik, Fritz, Hannes, Jürg, Manolo, Marion, Markus, Michael, Olaf, Sabina, Stefan, Thommy und Udo …

und das aus gutem Grund, denn meine Forums- und Autorenfreunde haben über viele Jahre hinweg mit ihren Geschichtskenntnissen, Forschungen, kritischen Anmerkungen, verrückten Ideen 🙂 und interessanten Fotos unterschwellig nicht nur zum Romanplot „Talmi“ beigetragen.

Nachstehend einige Highlights aus dem Leben der Pommesbleues- Gralsforscher!

2005 Erstes Internationales Autorentreffen in Schweinfurt_

Am nächsten Morgen im Café-Götz beim gemeinsamen Frühstück:

DREI JAHRE SPÄTER …

2008 Zweites Internationales Autorentreffen mit Büchertausch in Südfrankreich (Rennes-les-Bains)

(Im Foto sitzend: Henry Lincoln, Mitautor des Bestsellers „The Holy Blood and the holy Grail“ („Der Heilige Gral und seine Erben“) – im Gespräch mit der Autorin von „Die Erbin des Grals“, Helene Luise Köppel., rechts im Bild Jürg Caluori)

Am Abend – im Hotel „Au coeur de Rennes“ -, die große Tisch- und Debattierrunde mit Rennes-le-Château-Forschern, Autoren- und anderen langjährigen Freunden:

Fortsetzung der interessanten Gespräche um Bücher, alte Karten und die Schätze von Rennes-les-Château am nächsten Morgen, nach einer kurzen Nacht …


Im Jahr darauf – 2009 – Drittes Arbeitstreffen der Rennes-les-Château-Forscher in Frankfurt:

 

2012 Viertes Internationales Autorentreffen – wieder in Schweinfurt

MAINPOST-Artikel: 13.06.2012 18:18 | Von unserem Redaktionsmitglied Hannes Helferich

Die Wahrheit hinter den vielen Legenden

SCHWEINFURT

„Pommes bleues“-Treffen in Schweinfurt: . Hintere Reihe von links: Markus Menzendorff, Erik van Leenders, Stefan Köppel (Administrator), Olaf Jacobskötter, Erich Limmer, vorne von links: Hannes Stuber, Jürg Caluori, Helene Luise Köppel, Marion Boskemper und Thorsten Stute. Bild: Foto: Köppel

BERICHT: Nach einem ersten Treffen im September 2005 und weiteren Konferenzen in Frankfurt, München und im französischen Rennes-les-Bains hat nun bei der Schweinfurter Autorin Helene Köppel ein zweites Arbeitstreffen der inzwischen auf fünfzehn Mitglieder angewachsenen Internet-Gruppe „Pommes bleues“ stattgefunden. Die Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich beschäftigen sich seit Jahren mit den Geheimnissen Südfrankreichs. Sie tauschen Erkenntnisse aus, stöbern in Archiven, analysieren alte Schriftstücke, „versuchen Irrtümer auszuräumen, um die Wahrheit hinter der Legende zu finden“, beschreibt die Oberndorfer Buchautorin das Tätigkeitsfeld der Gruppe. Helene Köppel hat sich mit ihren Romanen über die Katharer einen Namen gemacht. Kürzlich legte sie einen Kriminalroman vor, ebenfalls in Südfrankreich angesiedelt. In „Die Affäre Calas“ geht es um eine Erbschaft, ein dunkles Familiengeheimnis und eine geheime Bruderschaft. Der Roman beruht zum Teil auf historischen Fakten, einem jeweils ungeklärten Justizfall Calas und Unglücksfall in einer Chemiefabrik, ebenfalls in Toulouse. Beim aktuellen Treffen der internationalen Internet-Gruppe spielte der Ort Rennes-le-Château eine Hauptrolle. Das kleine Pyrenäennest, in dem sich auch schon François Mitterrand (1981) umgesehen habe, hat die Gruppe „gewissermaßen zusammengeführt“, erinnert Köppel. „Der Anfang des Mythos‘, mit dem wir uns hauptsächlich beschäftigen, geht auf eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert zurück“, schildert die Schriftstellerin. Im Jahr 1653 soll der Schafhirte Ignac Paris auf der Suche nach einem verlorenen Schaf eine Höhle entdeckt haben, in der ein Schatz lag. Er stopfte seine Taschen mit Goldstücken voll und präsentierte sie im Dorf. Der damalige Herr von Rennes-le-Château, Baron Blaise d’Hautpoul, zitierte ihn zu sich, wollte den Fundort wissen. Der Schäfer weigerte sich angeblich – und wurde zum Tod verurteilt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob er nicht doch vor seinem Tod gesprochen hat und als Mitwisser beseitigt wurde. Heute verdanke Rennes-le-Château seine Bekanntheit alten Pergamenten und einem Schatz, der 1887 vom örtlichen Priester Bérenger Sauniere entdeckt wurde. Gleich, woher der Schatz stammte (Westgoten, Katharer, Tempelritter): Der Fund machte den Priester reich – und löste eine Lawine weiterer Entdeckungen, Enthüllungen und Veröffentlichungen aus. Köppel schrieb darüber 2003 den Roman „Die Erbin des Grals“ (auch als Kindle E-book unter dem Titel „Marie …“ erhältlich ). Ihre Freunde Sabina Marineo, Udo Vits und Olaf Jacobskötter verfassten mehrere Sachbücher, weitere Autorenkollegen wichtige Abhandlungen davon. Sabina Marineo, die beim diesjährigen Treffen nicht teilnehmen konnte, schreibt zur Zeit über Rennes-le-Château in ihrem jüngsten Sachbuch: „Stück um Stück zeigt sich das Dorf als die Spitze eines inzwischen hohen Berges, der aus politischen Intrigen, historischen Tatsachen und mythologischen Erzählungen besteht.“ Für Köppel steht fest: Das Geheimnis ist wesentlich komplexer, als es beispielsweise in TV-Sendungen dargestellt werde. Es sei durchsetzt von Fälschungen, merkwürdigen Funden, Inschriften, sonderbaren Andeutungen – und natürlich auch von der Symbolik, mit der Bérenger Sauniere seine Kirche versehen hat. Aber auch ein altes Grabmal spielt im Geheimnis von Rennes-le-Château eine Rolle. Gemeinsames Ziel der Autorengruppe ist laut Helene Köppel, „die Spreu vom Weizen zu trennen, herauszufinden, was hinter den Kulissen vorging, als gewisse klerikale Kreise aus dem Languedoc sowohl im 16. als auch im 19. Jahrhundert zu plötzlichem Reichtum kamen“. Die Mitglieder wollten herausfinden, wer die Fälschungen zu verantworten hat, die mit den ersten Büchern über das Geheimnis von Rennes-le-Château (1960er Jahre) zum Vorschein kamen. „Ob uns unsere Suche irgendwann zum Ziel führt, ist dabei unwesentlich“, sagt Köppel. Es mache einfach Spaß, „sich mit guten Freunden auf den Weg dorthin zu machen“. Übrigens: Der harte Kern der frankophilen Forscher und Autoren kennt sich heuer seit zehn Jahren. Der runde Geburtstag wurde in Schweinfurt begossen – mit fränkischem Spätburgunder und französischem Blanquette aus Limoux.“ (Hannes Helferich)

Ein weiteres – fünftes – Arbeitstreffen fand vom 11. – 13. Juli 2014 erneut in Schweinfurt statt:
Die Presse (Katharina Winterhalter) schrieb hierzu:

SCHWEINFURT
Köppel und die blauen Äpfel
Vom kleinen Forum im Internet zur festen Gruppe: Treffen der Autoren- und Forschergruppe „Pommes bleues“

(Foto: Stefan Köppel)
Treffen in Oberndorf: (hinten v.l.) Manolo Huber, Erich Limmer, Erik van Leenders, Helene Köppel, (vorne) Markus Menzendorff, Hannes Stuber und Jürg Caluori.

„Anfangs war es nur ein kleines Forum im Internet, das sich die „Pommes bleues“, die blauen Äpfel nannte. Inzwischen trifft sich der Freundeskreis frankophiler Autoren und Forscher einmal im Jahr in der Wirklichkeit. Zum dritten Mal war die Schweinfurter Schriftstellerin Helene Köppel Gastgeberin.
Die Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweiz und Österreich beschäftigen sich mit den Geheimnissen Südfrankreichs. Sie tauschen Erkenntnisse aus, stöbern in Archiven, analysieren alte Schriftstücke und versuchen, so Köppel, Irrtümer auszuräumen, um die Wahrheit hinter der Legende zu finden.
Forumsleiter ist der Wiener Hannes Stuber. Er befasst sich mit den Themen Mythos Rennes-le-Château und Romanische Kirchen in Südfrankreich. Markus Menzendorff aus Frankfurt erforscht die Templerspuren in Europa. Der Schweizer Jürg Caluori interessiert sich für den französischen Klerus im 19. Jahrhundert. Erich Limmer aus Bergtheim ist auf den Spuren der Templer auf den Santiago-Wegen Frankreich und Nordspanien. Der Niederländer Erik van Leenders bewegt sich in den Europäischen Geheimgesellschaften im ausgehenden 19. Jahrhundert, Manolo Huber (Zürich) in den Höhlen im Aude-Gebiet. Schließlich Helene Köppel aus Oberndorf, die sich mit der Geschichte der Katharer und Cagoten und romanischen Madonnen befasst.

In diesem Jahr nutzte Köppel nach einigen spannenden Fachvorträgen, beispielsweise über „Auffälligkeiten in Romanischen Kirchen auf dem Jakobsweg“ die Gelegenheit, in gemütlicher Runde aus ihrem neuen Roman „Talmi“ zu lesen. Erstmals hat sie einen Reise-Psychothriller geschrieben. Fünf Forschungsreisende, die sich nur aus dem Internet kennen, machen sich auf den Weg in die Pyrenäen. Doch im Gegensatz zu und den „Pommes-bleues“-Freunden, die sich seit über zwölf Jahren persönlich kennen und schätzen, ist bei den Protagonisten des Romans am Ende ihrer ersten gemeinsamen Reise nichts mehr, wie es zu Beginn war.

Helene Köppel hat den neuen Roman, an dem sie mit Unterbrechungen fast vier Jahre schrieb, ihren „Pommes-bleues“-Wegbegleitern gewidmet, nicht zuletzt, weil sie mit ihren Geschichtskenntnissen, kritischen Anmerkungen und verrückten Ideen unterschwellig zum Romangeschehen beigetragen hätten.

„Talmi“, der dritte Südfrankreich-Thriller von Helene Köppel, ist als E-book und Taschenbuch bei Amazon erhältlich.


 

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