Weihnachten unter Palmen?

Warum nicht! Flieger buchen und ab geht`s! Billiger ist`s – und oft genauso schön – wenn man es sich daheim so richtig gemütlich macht. Meine Anregung für die bevorstehenden Feiertage: Glühwein und Plätzchen gegen einen guten Rotwein austauschen, knuspriges Baguette, Butter, Käse, Trauben und Mandeln in den Einkaufswagen –

und dann noch was Spannendes zum Lesen! Klar.

Einen Thriller mit Tiefgang vielleicht? In dem es nach Südfrankreich geht? Ans blaue Mittelmeer unter Palmen? In die geheimnisvollen Pyrenäen? Oder in die Provence, nach Arles – natürlich nicht, um dort herrliche Perlhühner aus Ton zu kaufen wie die Nürnbergerin Steffi Conrad dies vorhat – sondern um dem Mörder ein Schnippchen zu schlagen!

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Kurze Leseprobe aus BLUT.ROTE.ROSEN:

Klick. Jemand hatte den Hörer aufgelegt.

Ich saß zitternd auf meinem Bett. Ein Alptraum. Verdammt, was sollte ich tun? Ohne Schlüssel lief doch gar nichts! Aber nur mal angenommen, ich hätte ihn noch … Sonntag. Heute war Dienstag. Oder bereits Mittwoch? Ich drehte den Wecker um. Mittwoch.

Ausgerechnet nach Arles, wo es um diese Jahreszeit nur so vor Touristen wimmelte? Sollte mich das in Sicherheit wiegen? Da steckte unbedingt Kalkül dahinter. Jupiters Masterplan. Dieser Wahnsinnige wusste vielleicht noch nicht, dass ihn die Polizei bereits europaweit suchte, und dachte wohl, die Polizei von Toulouse hätte in der Provençe nichts zu melden.

Aber der Schlüssel? Nun, wäre er tatsächlich noch in meinem Besitz, könnte ich am Sonntag in ein, zwei Stunden dort sein. Aber wie sollte ich das meinen treuen Freunden und Helfern draußen erklären?

Das Nachthemd klebte auf meiner Haut. Stop, Steffi! So läuft das nicht.

Der Dreh- und Angelpunkt war und blieb der Schlüssel. Den ich nicht mehr hatte. Was Aurélie nicht wusste. Den ich Claret übergeben hatte, als Aurélie gerade mit den letzten Gästen nach draußen gegangen war. Ich erstarrte. Das junge Paar! Die beiden hatten so getan, als ob sie turtelten und Landkarten studierten, dabei waren sie auf mich angesetzt gewesen! Und als Claret auftauchte, gaben sie Fersengeld. Handelte es sich um den Motorradfahrer und seine Freundin, die ich in Collioure vom Balkon aus beobachtet hatte? Ausgeschlossen war das nicht. Und jetzt kam Urban nicht mehr an mich heran, weil die Leiche entdeckt worden war und ich unter Personenschutz stand. Stellvertretend hatte er sich Aurélie geschnappt.

Ruhig, Steffi, ruhig. Zu allererst: Du hast den Schlüssel nicht. Aber du hast die ganze Nacht Zeit, dir was auszudenken. Verzieh dich in die Küche, mach dir einen Tee. Und dann, Miss Marple, setz deine verdammten grauen Zellen in Gang …

„Keine Polizei, hat sie gesagt, keine Polizei”, wiederholte ich leise, als ich den Wasserkocher auffüllte und den Oloong-Tee abmaß.

Ich trank. Schluck für Schluck – bis die Kanne leer und mir übel war, weil ich am Abend nur einige frische Erdbeeren gegessen hatte. Im Morgengrauen stand mein Plan fest, und ich glaubte, er war durchführbar.

Ich trat ans Fenster, öffnete den Laden. Sofort schlug Troubadour an. Kurz und kräftig, und der diensthabende Brigadier stieg aus dem Polizeiwagen, um sich umzuschauen.

Braves Hundchen“, flüsterte ich. Beruhigend auch, dass sein Herrchen, Monsieur Voisin, den ich in meine Pläne einweihen musste, seit Jahren Mitglied in der Parti socialiste war. Das hatte er mir, leicht rotweinumnebelt, am Abend vor meiner Abreise nach Collioure gestanden, als ich die beiden zu mir eingeladen hatte.

Da an Schlaf nicht mehr zu denken war, begann ich mit den praktischen Vorbereitungen. Ich fuhr meinen Laptop hoch, legte die Foto-Speicherkarte ein, schob einen Stapel Papier in Sandrines alten Drucker und freute mich, dass die Ausdrucke allesamt brauchbar waren.

Gegen neun Uhr verließ ich, ein harmloses Journal unter meinen Arm geklemmt, das Haus, um mich hinüber zu den Voisins zu begeben. Der Polizist saß im Wagen. Das Seitenfenster war herabgelassen. Er sonnte sich und frühstückte dabei. Als er mich sah, wischte er sich rasch die Brösel von Mund und Uniform.

Bonjour, Monsieur! Ich geh mal nach nebenan!”, sagte ich zu ihm, und er nickte mir wohlwollend zu.

Geruhsame Feiertage

wünscht Ihnen und euch

Helene L. Köppel

P.S. Man darf meine Romane selbstverständlich auch gerne verschenken! Merci beaucoup!

(Foto: HLK in Arles – Recherchereise 2009)

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