Troyes – ein zweites Rom?

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Troyes ist eine interessante und sehenswerte Stadt im Nordosten Frankreichs, Verwaltungssitz des Départements Aube in der Region Grand Est. Troyes liegt an der Seine und hat ca. 60 000 Einwohner.

Geschichtliches:

Der ehemalige Hauptort des Keltenstammes der Tricassen (Tricassii oder Tricasses) wurde von den Römern Augustobona Tricassium oder Augustomana Tricassiorum genannt (bei Ptolemaeus).
Im 4. Jahrhundert wurde die Stadt Bischofssitz. Westlich von Troyes fand 451 die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zwischen Attila und Aëtius statt.
 

Die berühmte Ruelle des Chats – das Katzengässchen

Im 10. Jh. Residenzstadt der Grafen der Champagne – im Besitz des Grafenhauses Vermandois, einer Linie der Karolinger.

Unter der Herrschaft der Grafen der Champagne organisierte sich einer der ersten Geldmärkte Europas.

In Troyes wirkte unter anderem Raschi (1040–1105), einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten des Mittelalters. Seine Familie besaß einen Weinberg, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestritt. Sein Vater war ein Gelehrter und der erste Lehrer seines Sohnes.
1055 ging Raschi zunächst nach Mainz und dann nach Worms, um dort an den jüdischen Lehrhäusern, die zu den bedeutendsten in Europa gehörten, zu studieren.

Seine berühmten Kommentare, die er in Troyes niederschrieb, werden noch heute in den meisten jüdischen Bibeln und im Talmud mit abgedruckt.

Moses mit den Gesetzestafeln

Troyes – ein zweites Rom?
Nicht nur im Mittelalter, auch noch während des ganzen 16. Jh, trafen sich in Troyes die besten Baumeister, Steinhauer, Holzschnitzer und Glasbläser ihrer Zeit.

Es gab hundert Türme in der Stadt, was ihr tatsächlich den Ruf eines zweiten Roms eintrug.

 Nachstehend das runde Haus des ehemaligen Goldhändlers Rouze

Auf der Suche nach dem Heiligen Gral

Im Jahr 1129 fand hier das Konzil von Troyes statt. Heute ist nur noch einer der damals verhandelten Tagesordnungspunkte bekannt: Der Orden der Tempelritter (Arme Ritterschaft vom salomonischen Tempel) erhielt hier seine feste Regel. Anwesend waren die Templer Hugo von Payns und Andreas von Montbard. Umstritten war lange die Bedeutung, die Bernhard von Clairvaux auf dem Konzil spielte.
Etwa zur gleichen Zeit wie das Konzil wurden in Troyes zwei der sechs Jahrmärkte oder Messen abgehalten, für die Champagne berühmt war. Hier wurden Waren von den Niederlanden (Tuch) bis Italien (Seide, orientalische Waren) gehandelt.

Chrétien de Troyes

Als Troyes Residenz der Grafen von Champagne war, wirkte hier der mittelalterliche Dichter Chrétien de Troyes (etwa 1140–1190). Auf ihn geht die Parzival-Erzählung um die Suche nach dem Heiligen Gral zurück.

Troyes ist heute eine Wohlfühlstadt: Die vielen farbenprächtigen mittelalterlichen Häuser mit ihren Fachwerkmauern, Spitzgiebeln, Erkerbauten und Türmchen sind eine Augenweide!
Als ich mich im September 2015 für zwei Tage hier aufhielt, erinnerte ich mich an meinen ersten Besuch im Jahr 2004 und daran, dass ich hier den besten Cappuccino meines Lebens getrunken hatte. Und siehe – ich entdeckte das Café wieder und der Cappuccino war noch immer extrem lecker! (Lag aber vielleicht an der großen Portion Sahne obenauf oder auch nur daran, dass ich hundemüde war vom vielen Herumlaufen und Fotografieren.)

Es existiert ein weiterer Troyes-Bericht über die interessante Kirche Sainte-Madeleine!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Helene L. Köppel

Cuenca – unter dem Einfluss der Templer?

 

Eine Reise auf der Suche nach verborgenem Wissen …

Es ist dem Autor Ean Begg zu verdanken, dass es mich auf der Rückfahrt von Segobriga nach CUENCA verschlug, denn Begg ortete dort eine berühmte Madonna: La Virgen de la Luz, und er schrieb in diesem Zusammenhang über den Ort:
„Starker Einfluss der Templer. Verbindung mit heidnischen und häretischen Traditionen.“
Das fand natürlich mein Interessse und ich nahm mir vor, die Augen offen zu halten!

(zum Vergrößern bitte die Fotos anklicken!)

Cuenca – Region Kastilien-La Mancha – ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt hat ihren Ursprung in einer alten Burg, die im Jahr 1177 von den Arabern zurückerobert wurde.

Die Stadt liegt zwischen den Schluchten zweier smaragdgrüner FlüsseJúcar und Huécar (s. Foto unten)

 

Die Altstadt befindet sich im oberen Bereich der Huecar-Schlucht. Man nennt dort Häuser, deren Holzbalkone quasi über dem Abgrund schweben: „Casas Colgantas“ – die Hängenden Häuser – der Ausdruck ist angeblich „Gotisch-volkstümlichen Ursprungs“; klingt für mich nach Golgatha 🙂

Die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Altstadt

und hier die malerische Plaza Mayor – mit Rathaus:

Wenden wir uns der prachtvollen Kathedrale zu  – dem ersten gotischen Bauwerk Spaniens: Nuestra Señora de Gracia. Leider stürzte im Jahr 1902 ein Turm ein. Das inzwischen barockisierte Gebäude bietet trotzdem beeindruckende An-, Aus und Durchblicke:

Mit dem Bau wurde im 12. Jh. begonnen – die Bauzeit dauerte allerdings bis zum 20. Jh.
Ich war skeptisch, ob es hier tatsächlich Templerspuren geben würde … entdeckte aber sofort eines auf dem Sockel, der die goldene Madonna trägt (man sagt den Templern ja eine besondere Marienverehrung nach!)

Bei dieser Madonna handelte es sich allerdings nicht um die berühmte Virgen, auf die mich Ean Begg aufmerksam gemacht hat, sondern um die Namensgeberin der Kathedrale: Nuestra Señora de Gracia.

Die „echte“ Virgen de la Luz (Jungfrau vom Licht), von der Begg sprach, steht in einer abseits gelegenen kleinen Wallfahrtskapelle namens St. Antòn. Dort balanciert sie auf einer Mondsichel und hält einen Hirtenstab in der Hand. Leider war es mir an diesem Tag aus Zeitgründen unmöglich, die Kapelle zu suchen und zu besichtigen.
Daher vorerst nur ein Foto aus dem Netz – und eine kühne Spekulation:

Virgen de la Luz: Diese schwer verhüllte Madonna im Lichtstrahlenkranz kommt mir – im Gegensatz zum Kind – recht alt vor. Es könnte sich um eine der Statuen handeln, die von Kreuzfahrern (Templern?) aus Ägypten oder dem Heiligen Land mit nach Hause gebracht worden sind. Angeblich fanden Hirten sie versteckt in einer Felsspalte am Fluss (an welchem Fluss wird nicht gesagt.)
Ich erlaube mir daher die Frage: Handelt es sich hier vielleicht um einen „inthronisierten Irrtum“ *, d.h. um eine verschleierte Isis, die den Hirtenstab des Osiris in der Hand hält?

(* „Isis entschleiert“, Helena Petrowna Blavatzki)

In der Kathedrale von Cuenca gab es noch zwei weitere Marienfiguren – allerdings jüngeren Datums: 

 

 

 

 

 

Auch hier (rechtes Foto) ist wieder der MOND im Spiel – „die Mutter des Universums“, wie der alte Plutarch meinte, „der das Licht besitzt, das feucht und schwanger macht und die Zeugung lebender Wesen und die Befruchtung von Pflanzen fördert …“ Dass die Bevölkerung in Frankreich, Spanien und Portugal die Mondgöttin (in all ihren Erscheinungen und Namen) irgendwann mit der Mutter Jesu vermengte und sie „Notre Dame“ nannte, ist bekannt. Auch die halbmondförmigen Abendsmahlsbrote und sogar die französischen Croissants sollen ja mit der Mondmutter-Verehrung zu tun haben. Und selbst schottische Frauen knicksten vor dem Mond, wenn sie ihn sahen und sie sagten: „Es ist eine schöne Mondin, Gott segne sie!“ (B.G.Walker)

Die nachstehende Madonna jedoch trägt das Abbild der Sonne über dem Herzen:


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Vézelay – Wächterin des Geistes im Herzen Frankreichs

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Vézelay liegt im Burgund, auf einem Hügel im nordwestlichen Zipfel des Morvan, zwischen Avallon und Clamecy. Nach Auxerre sind es ungefähr 45 km.
In dieser Stadt rief Bernhard von Clairvaux am Ostersonntag des Jahres 1146 zum zweiten Kreuzzug auf, und zwar am gegenüberliegenden Hügel Asquins, wo sich Hundertausend Soldaten und Bauern versammelt hatten. An seiner Seite befanden sich Ludwig VII., seine Gemahlin Alienor und die Grafen von Flandern und Toulouse.
Im Jahr 1166 sprach hier Thomas Becket, als Erzbischof von Canterbury ins Exil vertrieben, den Bannfluch über König Heinrich II. aus. Dreißig Jahre später, im Jahr 1190 trafen sich zu Beginn des dritten Kreuzzugs König Philipp II. und Richard Löwenherz in Vézelay.

Die Geschichte von Vézeley geht auf eine Abtei zurück, die im 9. Jh von einem Fürsten, namens Girart de Roussilon gegründet wurde. Das ursprüngliche Kloster, das von Nonnen bewohnt wurde, musste nach der Plünderung durch die Normannen auf einen Nachbarhügel verlegt werden.
Die berühmte Basilika Sainte-Madeleine

…  wurde im 12. Jahrhundert erbaut (Hochromanik und Gotik); später jedoch durch Religionskriege und Revolution verwüstet. Im Jahr 1819 wurde die Basilika auch noch von einem Blitz getroffen und geriet anschließend völlig in Verfall – bis Prosper Mérimée (einer der Retter von Carcassonne) die Behörden auf den schlimmen Zustand aufmerksam machte. Ein weiterer Retter von Carcassonne, der damals 26jährige Architekt Viollet-le-Duc, wagte sich an die Restaurierung. Es gelang ihm, die Basilika zu retten und zu dem Schmuckstück zu machen, das sie heute ist.


Die Fassade soll allerdings nur ein Abglanz des mittelalterlichen Bauwerks sein, denn sie wurde von Le Duc nach alten Vorlagen völlig neu geschaffen. Seit 1979 ist die Basilika UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Die Schutzheilige Maria Magdalena

hat Vézelay zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und Ausgangspunkt einer der Routen des Jakobsweges nach Santiago de Compostela gemacht. Der Name von Vézeley wurde so berühmt wie Rom und Jerusalem und die Stadt zählte 10 000 Bewohner. Doch was genau war der Auslöser des Hypes?

Ein Mönch namens Badillon war im 9. Jh nach Saint-Maximin gesandt worden, mit dem Auftrag, die Reliquien Maria Magdalenas zu holen, die dort verehrt wurden. Im Jahr 1037 stellte sie der damalige Abt Geoffroy erstmals an einem Festtag zur Schau. Sofort geschahen Wunder, deren Ruf sich verbreitete, und die Pilger strömten nur so herbei.
Im Jahr 1050 stellte ein päpstlicher Brief die Abtei unter den Schutz der damals noch „reuigen Sünderin“. Im Jahr 1096 veranlasste der damalige Abt Artaud den Bau der Basilika, die schon am 21. April 1104 eingeweiht wurde. Doch die Vézelayer selbst waren nur wenig „amused“, denn die Steuern waren kräftig erhöht worden. Sie rotteten sich zusammen und ermordeten den Erbauer. 🙂


Im 12. Jahrhundert war Vézelay dennoch das unangefochtene Zentrum des Magdalenenkultes, doch schon hundert Jahre später brach der Zustrom der Pilger ab, denn es hatte sich herumgesprochen, dass sich die „echten“ Reliqiuen der Maria Magdalena nicht in Burgund, sondern in Saint-Maximin in der Provence befanden, wo man in einem Sarkophag den ganzen Körper der Maria Magdalena gefunden haben wollte.

Da machte sich im Jahr 1267 der Heilige Ludwig selbst auf den Weg nach Vézelay, um den Glanz und die Größe der Stadt zu schützen. Begleitet wurde er vom päpstlichen Botschafter und dieser erklärte die Reliquien der Maria Magdalena feierlich als echt. Aber die Pilger hatten schon den Weg nach Vézelay vergessen …
Die im 13. Jh. ansässigen Benediktiner wurden von Stiftsherren abgelöst, später fiel die Abtei den Verwüstungen der Hugenotten zum Opfer.

 

 

 Weitere Fotos der Basilika

Das berühmte Tympanon des Mittelportals aus dem 12. Jahrhundert musste nicht restauriert werden. Es ist Christus gewidmet, dessen ausgestreckte Hände den Heiligen Geist auf die zwölf Apostel übertragen.

Das Kirchenschiff selbst ist 62 Meter lang und 18 m hoch, von niedrigeren Seitenschiffen begleitet.

Wirkt es von außen gedrungen, überrascht das Innere der Basilika durch seine Helle und Luftigkeit.

 

Die Vorhalle wurde als Pilgerkirche Ende des 12. Jh angebaut. Ihre Weiträumigkeit (22 m lang, 23, 5 m breit und 19,5 m hoch) entsprach dem großen Pilgerzustrom dieser Zeit.

Das Kircheninnere

 

 

Schöne Kreuzrippen-
Gewölbe!

 

 

 

Die Kapitelle Salome mit dem Kopf Johannes des Täufers in der Hand

Die Skulpturen zeigen Geschichten aus der Heiligen Schrift und dem Leben der Heiligen; es befinden sich aber auch viele heidnische Darstellungen in Vézelay (wie die Entführung des Ganymed) und natürlich wilde Szenen aus der Hölle.

 

 

Überall an den Kapitellen Akanthusblätter – früher Hinweise auf versteckte Geheimnisse -,

aber auch Jagdszenen mit Pfeil und Bogen sind zu sehen.

Der Höhepunkt von Vézelay liegt in der Tiefe – die Krypta

 

 

 

 

 

Die unter dem Chor liegende Krypta stammt noch aus der karolingischen Zeit. Sie ist der älteste Teil der Basilika, im 12. Jh wurde jedoch der Boden 70 cm tiefergelegt und die Decke gestützt. Sie weist noch Spuren von Malerei auf.

In einem vergitterten Schrein (s. Foto oben) werden hier die Reliquien der Maria Magdalena aufbewahrt:

Das Kloster

Am äußeren Ende im südlichen Querschiff befindet sich der Kapitelsaal, der aus dem Anfang des 13. Jh stammt. Er trägt ein Kreuzgewölbe, das sich auf Kragsteine stützt, die ebenfalls mit Akanthusblättern verziert sind. Der Saal erhält sein Licht an der einen Seite durch rundbogige Fenster, auf der anderen Seite ist er mit einer Galerie des Kreuzganges durch rundbogige Öffnungen verbunden, die von Viollet-le-Duc erneuert wurden.

Es wurde schon dunkel, als ich im September 2015 die Basilika von Vézelay verließ – natürlich mit dem Versprechen, noch einmal wieder zu kommen …

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Prieuré de Serrabone

Grenzenlose Einsamkeit umgibt das hochgelegene Kloster Serrabone.

(Auf Katalanisch Serrabona, also „guter Berg“). Es liegt im französischen Département Pyrénées-Oriental (Region Languedoc-Roussillon), inmitten der Garrigue, am Fuße des Canigou, des Heiligen Berges der Katalanen.

Es handelt sich um eines der beeindruckendsten
französischen Klöster

der Romanischen Kunst.

 

Der Weg dorthin:

Zugang: A 9, Ausfahrt Perpignan Süd, dann N 116 in Richtung Prades, Andorra, nach Ille/Têt, Richtung Bouleternère über die D618, anschließend Richtung „Prieuré de Serrabone“.

Öffnungszeiten: Ganzjährig von 10-18 h, außer an Allerheiligen, Weihnachten, 1.1. und 1.5.

Die Säulen und Säulenköpfe des alten Eingangs sind aus rosafarbenem Marmor:

Näher betrachtet:

(Zum Vergrößern bitte anklicken!)

 

 

 

 

 

 

Wie alles begann:

Im Jahr 1083 errichten einige Gebietsherrn und Bauern der Umgebung eine kleine Kirche.
Im 12. Jh. zogen sich Augustinermönche dorthin zurück. Das erste Kirchlein wurde vergrößert, ein düsteres Gemäuer mit bläulichem Schieferdach folgte, dazu ein Karreeturm und ein Chor.

Aus Platzmangel entschied man sich für eine Art Galerie anstelle eines Kreuzgangs

Und diese Galerie, nach Süden gegen den Talgrund geöffnet, ist für mich eine Besonderheit, weil sie die bewaldeten Hänge des Aspres ringsum mit ins Bild nimmt und überdies Kapitelle aufweist, wie man sie nur selten findet.
Hier wandelten die Mönche – sie wussten, wo es schön war! 🙂

Eine bizarre Welt aus Stein und Marmor
tut sich in Serrabone auf, man kommt mit dem Staunen und Fotografieren kaum hinterher!

An den Körben der Kapitelle groteske Fabeltiere …

Schier unerschöpflich
scheint die Phantasie des Bildhauers von Serrabone gewesen zu sein, dessen Kunstwerke mich an den rätselhaften „Meister von Cabestany“ erinnern. Wer weiß, vielleicht waren Schüler des berühmten Künstlers hier am Werk?

Überall geflügelte Engel und Dämonen,
Greifen, Sphingen, Affen, Maurenköpfe,
Löwen, ein Zentaur, der einen Hirsch jagt …

Gerank, stilisiertes Blüten- und Blattwerk …

Doch das war erst der Anfang …

während das Kirchenschiff eher düster und schlicht erscheint –

es stammt aus dem 11. Jahrhundert, ergänzt vom Querschiff und dem nördlichen Seitenschiff aus dem 12. Jahrhundert  –

betritt man bald die sogenannte „Tribüne“ aus rosa Marmor und staunt nur noch …

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tribüne aus rosa Marmor

Zehn Säulen und zwei rechteckige Pfeiler tragen sechs quadratische Joche mit Kreuzgratgewölbe. Wie auf dem Foto zu erkennen, ist die Fassade dieser Empore kunstvoll verziert, man nennt sie eine

Stickerei in Stein


(Zum Vergrößern bitte anklicken!)

Zwei Seraphine mit gekreuzten Flügeln begrüßen die Gäste. Auch hier wieder Greife, Adler und Löwen – aber auch grimassenschneidende Menschen, wie der Mann, dem offenbar was über die Leber gelaufen ist. 🙂

 

Der Mann mit dem schiefen Maul

Der  Bläser mit dem Horn
Der Bläser erinnert an die Zeit der Troubadoure.

 

(Zum Vergrößeren bitte anklicken!)

 

 

 

Zum Schluss noch einige Aufnahmen aus dem Klostergarten:

Der Klostergarten von Serrabone

Heiligenkraut (Santolina) ist eine
Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler. Der botanische Name ist aus dem lateinischen „sanctus“ für heilig und „linum“ für Flachs abgeleitet.

 

Ein Highlight zum Abschied – meine schöne

Serrabone-Rose:

Vielen Dank für Ihr Interesse!

LESEN hält wach – garantiert!

Shades of Green – Der Pyrenäenblues

03. Oktober 2014: Längst hat mich der Alltag wieder in seinen Klauen. Aber keine Angst: Ich werde nicht klagen und jammern, weil die schöne Reise vorüber ist. Ich möchte hier auf meiner Website nur unbedingt den „Blues“ festhalten, den Pyrenäenblues, wie ich ihn bezeichne, und dabei einige Shades of Green– Eindrücke, die mich auf meiner Reise bewegt haben, präsentieren. Allerdings zeigen Naturfotos selten jene Tiefen und Schatten, die das Auge wahrnimmt. Jedes Foto ist nur zweidimensional. Aber das macht nichts, im Kopf ist ja die ganze Pracht vorhanden …

Die Dächer von Cuenca …

Shades of Green: Olivenbäume haben es mir seit Jahren besonders angetan:

Dieses Prachtexemplar entdeckte ich in Ullastret, inmitten der Ausgrabungstätte einer alten Iberersiedlung:

Meine Reise begann in diesem Jahr ausnahmsweise nicht in Katalonien – sondern in Kastilien, und zwar in Madrid – Spaniens Metropole mit über 3 Millionen Einwohnern.

Zu meiner Überraschung gab es selbst hier in der Stadt viel Grün, jede Menge gepflegte Parkanlagen – und einen ägyptisch-nubischen Tempel, der geheimnisvolle Schatten warf.

  • Dass es in Madrid Fußgängerampeln gibt, bei denen in der GRÜN-Phase aus Lautsprechern lustiges Vogelgezwitscher ertönt, fand ich zum Urlaubsauftakt einfach herrlich –  auch wenn es sich in diesem Fall um „schräge“ Vögel handelte.

Wie immer standen Kultur und Natur auf meiner To-do-Liste:

Für einen Tag führte mich von Madrid aus meine Reise nach La Mancha, in die Heimat Don Quijotes. Ich wollte mir den Ort Segobriga ansehen, wo die Römer einst zuhause waren, und auch die Westgoten.
Shades of Green: In der Mancha war das Gras schon dürr – aber die Bäume zeigten sich Ende August noch immer in ihrer grünen Pracht und Vielfalt, auch wenn sie aufgrund ihres jugendlichen Alters, und bei 35° im Schatten, kaum einen solchen warfen!

„ARAGON IST DAS BURGUND SPANIENS“ – schoss es mir beim Anblick der bunten Dachziegel durch den Kopf, vor allem, als ich in Zaragoza die große Basilica del Pilar vor Augen hatte.

Auf dem Weg dorthin – ein Zwischenstopp im Zisterzienserkloster Santa Maria de Huerta

das exquisite Kulturschätze, darunter eine besonders schöne Romanische Madonna beherbergt:

Das  Auto vollgepackt mit alten spanischen Kunstführern – das Kloster hatte einen Ausverkauf organisiert – fuhr ich weiter in Richtung Zaragoza – und stieß unterwegs auf diese prächtige Maurenburg. Da musste ich einfach anhalten und raufklettern!

Das Castillo stammt aus dem 9. – 10. Jahrhundert.

Shades of Green mit Maurenburg … In Zaragoza, einer quirligen jungen Stadt, besuchte ich u.a. auch das berühmte Castillo, in dem Sancha von Aragon lebte, die Heldin meines gleichnamigen Historischen Romans.

Der Burggraben, der sich rings um das beeindruckende Castillo ihres Vaters zog, war von einem frischen, fast unnatürlichen Grün.

Und die Architektur der Mauren war einfach spitzenmäßig! Dass in Sanchas Hof inzwischen Mandarinenbäume wachsen, hätte sie bestimmt gefreut! 🙂 🙂 🙂

Frühe Vorgeschichte, Römer, Iberer, Westgoten … überall waren Spuren zu finden! Stein im Grün, Grün am Stein …

Die schönsten grünblauen Schatten lagen jedoch rings um mein Feriendomizil Can Terrades, das in der Nähe der mittelalterlichen Stadt Besalu liegt.

Hier blühten noch die Wiesen und in den umliegenden Pyrenäen-Bergwäldern wuchsen Pilze,  Feigen- und Granatapfelbäume:

Can Terrades war für mich eine Oase der Ruhe und Inspiration!

LESEN HÄLT WACH …
Ein neuer Romanplot entstand in dieser Zeit, mein vierter Thriller – eine ausgefuchste Geschichte, wie ich finde. Sie spielt in Südfrankreich – und in den katalanischen Pyrenäen. Schriftsteller sollten viel häufiger einen Ortswechsel vornehmen, alten Spuren folgen, neue Erkenntnisse gewinnen, Zusammenhänge erkennen, Licht in den Schatten bringen oder auch nur mal die Füße hochlegen und sich dem Pyrenäenblues aussetzen – der in Can Terrades am Abend reinste Stille ist.

Shades of Green – in der Abendsonne …

(Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern!)



Kultur und Natur:
Demnächst erscheint ein zweiter Bericht über meine Themenreise:

SHADES OF GREEN – Der Pyrenäenblues 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse!

Helene L. Köppel
My fantasy is my castle

 

 

 


 

 

 

 

Pyrenäen- und andere Türme

(Beget, Kirche von Sant Cristófol (12. Jahrhundert),  La Garrotxa, Katalonien, Spanien )

(Arques, Wohnturm,  Departement Aude)

(Carcassonne, Kathedrale St. Nazaire, Näheres hier!)

(Colllioure, St. Vincent, Näheres hier! Thematisiert in mehreren Romanen, wie z.B. „Blut.Rote.Rosen“ und „Die Affäre C.“

(Cuixa, Sant Miquel de Cuixà, Benediktinerkloster in den Pyrénées-Orientales)

(Ille-sur-Têt, St. Etienne, Pyrenées-Orientales, Näheres hier!)

(Marcevol: Das Priorat von Marcevol befindet sich auf einer Hochebene, über dem Têt-Tal. Die umliegende Landschaft ist wunderschön, im Norden der „Roc del Maure“, im Westen der Pic de Pau, 1025 m, im Süden der legendäre Berg der Katalanen, der Canigou. Thematisiert in „Salamandra“ (2015)

(Taurinya, nahe Prades,  Eglise St. Fructueux de Taurinya.)

 

(Cabestany, Näheres hier klicken)

(Figueras, Katalonien, in der Nähe des Dali-Museums gelegen)

(Elne, Roussilon, Näheres hier!)(Puivert, Aude, Näheres hier klicken!)

(Aussichtstürme in der Nähe von Narbonne, Katharer-Denkmal)

(Santa-Pau, Katalonien)

(Brouilla, Roussillon)

(St-Genis-des-Fontaines, Roussillon, Näheres hier!)

(Perillos, Geisterstadt in Südfrankreich, Pyrenées-Orientales)

(Villerouge-Termenes, im Innenhof dieser Burg wurde 1321 Wilhelm Bélibaste, der letzte Katharer, verbrannt)

 

Ort: Ainsa (Prov. Huesca), Turm der Kollegiatskirche Santa Maria), Foto HLK 2015

Avignon, Papstpalast-Türme (Foto HLK 2015)

Bayeux – Kathedrale, Foto HLK 2012

Privatkapelle Caroxta, Foto HLK 2014

Castalajud, Maurenburg, Foto HLK 2014

Cuenca – Kathedrale, Foto HLK 2014

Dijon – Notre Dame de Dijon (thematisiert in „Talmi“) Foto HLK 2009

Castellar d`en Hug – Ortskirche, Foto HLK 2015

Eunate, Foto HLK 2015

Saint-Gilles, Basilika, Foto HLK 2009

Huerta – Kloster (thematisiert in „Salamandra), Foto HLK 2014

Llo – Église Saint-Fructueux aus dem 12. Jahrhundert, als Monument historique klassifiziert. Foto HLK 2014

Castillo de Loarre (Provinz Huesca), Foto HLK 2015

Madrid, Dach der Kathedrale, Foto HLK 2014

Maja de Montcol, Foto HLK 2014

Die Felstürme von Mallos de Riglos, Foto HLK 2015

Die Reste des Donjons von Montaillou, Foto HLK 2015

Der Mont Saint-Michel, Foto HLK 2012

Die Templerburg Monzon, Foto HLK 2014

Notre Dame de Corail, Eremitage, Foto HLK 2014

Rouen – Kathedrale, Foto HLK 2014

Veules (Normandie), Foto HLK 2012

Nuria (Pyrenäenheiligtum, 2000 m hochgelegen), Foto HLK 2015

Kloster Santa Maria de Obara, Foto HLK 2015

Orcival, Basilika, (Auvergne), Foto HLK 2009

Paris – ohne Worte 🙂

Kloster Saint-Polycarpe, thematisiert in „Sancha“, Foto HLK 2008

Pontaubert (Dep. Yonne), Foto HLK 2015

Pruit – Katalonien, Foto HLK 2015

Puente la Reina, Foto HLK 2015

Puilaurens, Katharerburg, Foto HLK 2010

Puivert – Katharerburg, Foto HLK 2009

Kloster Serrabonne, Foto HLK 2014

Taulis, Pyrenäen, Foto HLK 2014

Ripoll – Kirchturm, Foto HLK 2014

Rocamadour – Heiligtum (Auvergne), thematisiert in „Talmi“, Foto HLK 2009

Romagne (nahe St. Emilion), Foto HLK 2015

St. Emilion bei Nacht, Foto HLK 2015

Taurynia – Pyrenäen, Foto HLK 2014

Termes – Katharerburg, Foto HLK 2014

Thuret – Auvergne, Foto HLK 2009

Troyes – Magdalenenkirche, Foto HLK 2015

Vilajoan, Foto HLK 2014

Zaragoza – Turm der Magdalenenkirche, Foto HLK 2014

Zaragoza – Maurenburg, Foto HLK 2014

Beziers, Magdalenenkirche, Foto HLK 2009

St. André (nahe Collioure), Foto HLK 2009

Carcassonne Foto HLK 2009

Le Puy, Foto HLK 2008

Tour Magdala, Rennes-le-Château, Foto HLK 2008; thematisiert in „Marie“ und „Esclarmonde“Montségur – Katharerburg, Foto HLK 2008

Saint-Sernin, Toulouse, HLK 2004

Usson, Katharerburg, Foto HLK 2010

Arles – Saint Trophime, Foto HLK 2009

Notre-Dame de Marceille, bei Limoux, Foto HLK 2006

Saissac – Ruine des Donjon, Foto HLK 2009

 

Viel Vergnügen beim Betrachten – und vielleicht auch mal vor Ort, in den Pyrenäen!

Helene L. Köppel

LESEN hält wach – garantiert!