NEU: “Marie …” jetzt auch als E-book

Jedes Geheimnis hat seinen Ort,

jeder Roman geht seinen Weg …

 

Marie …

Mein zweiter historischer Roman “Die Erbin des Grals” hat nach neun Jahren auf dem Buchmarkt (Rütten & Loening, Berlin, Aufbau-TB-Verlag, Berlin) einen neuen Titel und eine neue Heimat als E-book im Amazon-Kindle-Shop erhalten.

Marie, steh auf, wie bist du träge, die heitere Lerche hat am Himmel schon geträllert …“ (Pierre de Ronsard, Sonett)

Dieser Spruch steht über dem ersten Kapitel des Romans (459 Seiten), in dem sich die junge Hutmacherin Marie Dénarnaud schweren Herzens an den Aufstieg in das Pyrenäen-Bergnest Rennes-le-Château macht. Sie soll dort künftig den Haushalt des Priesters führen.

Der charmante Abbé ist, was Marie nicht weiß, einem gewaltigen Geheimnis auf der Spur und er zieht die junge Frau mehr und mehr in die Geschichte hinein – und zugleich in seinen Bann.

Irgendwann jedoch „steht Marie auf“ und beginnt selbst Nachforschungen zu betreiben. Doch was sie herausfindet, ist gefährlich. Spätestens als ein benachbarter Priester brutal ermordet wird, hält die Angst Einzug im Pfarrhaus von Rennes-le-Château …

Hier der Link zum E-book:

Marie … : Historischer Roman

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4.0 von 5 Sternen (1 customer reviews)

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Viel Spaß beim Lesen auf Ihrem E-book-Reader

wünscht

 

Helene Luise Köppel

Ich freue mich über Ihr Interesse!

Hier finden Sie alles, was sie über die Schriftstellerin Helene Luise Köppel und ihre Arbeit – vielleicht? – wissen möchten!

(Foto Montségur-Autorenforum)

Noch befinden sich etliche Seiten im Aufbau. Erste aussagekräftige Bausteine sind jedoch bereits vorhanden: Ihre bislang publizierten Romane sind eingestellt, einige biographische Daten, sowie ein Bericht über die Entstehung ihres Thrillers “Die Affäre Calas” und interessante Informationen über die Katharer.
Reisen Sie mit Helene Luise Köppel nach Südfrankreich, fühlen Sie sich eingeladen zum Mittelalterfest in Béziers, erklimmen Sie den Montségur, entdecken Sie ein faszinierendes Bücherparadies am am Canal du Midi und lernen sie die sog. Wahlheimat der Autorin kennen – ihr “Collioure adoré“!

Andere Seiten werden, peu á peu, noch zusammengetragen. Gut Ding braucht Weil! Oder – wie der Franzose sagt - Paris ne s’est pas fait en un jour – Paris ist auch nicht an einem Tag erbaut worden!

Herzlichst

Ihre

Helene Luise Köppel

 

(Romanwerkstatt der Autorin)

(Publizierte Romane)

 

 

 

 

Präludium zu einem Roman – oder wie “Die Affäre C.” entstand

Präludium zu einem Roman

  • oder wie „Die Affäre Calas“ entstand

Als mir vor vier Jahren in einem Antiquariat eine der Schutz- und Denkschriften Voltaires zum „Fall Calas“ in die Hände fiel und ich furchtbar betroffen war, als ich diese Zeilen las, dachte ich lange über Zufälle nach und darüber, ob es stimmt, dass sich bestimmte Themen ihre Schriftsteller aussuchen. Nach Albigenserkreuzzug (Die Ketzerin vom Montségur), Gralsverschwörung (Die Erbin des Grals) und Inquisition (Das Gold von Carcassonne), nun auch noch Hugenottenverfolgung, fanatische Bußbruderschaften, religiöse Intoleranz?

Eigentlich hatte ich einmal etwas „Leichtes, Lockeres“ schreiben wollen, ein Buch, hinter dem kein großes Anliegen stand. Ich legte das kleine graue Heftchen zur Seite.

Doch damit war es nicht abgetan. Wohl wissend, dass aus einem Schneeball eine Lawine werden kann, kaufte ich mir die Werke Voltaires. Es schadet nichts, alles über die Familie Calas und den Mann zu wissen, der sich seinerzeit für eine Wiederaufnahme des Falles eingesetzt hat, sagte ich mir, vielleicht schreib ich die Geschichte später einmal auf. Ja, später.

 

Voltaire fesselte mich. Er schrieb „leicht und locker“ (dazu zeitlos, amüsant, ironisch, pointiert), bekämpfte in seinen Schriften aber auch „mit der ganzen Kraft seiner Empörung“ (Gier/Paschold) den religiösen Fanatismus. Als ihn jemand fragte, weshalb er sich für den Fall Calas eingesetzt hätte, antwortete er: „Weil sich sonst keiner darum gekümmert hat!“

Sollte ich (ohne mich je mit ihm vergleichen zu wollen, oder zu können) mit meinen Worten erzählen, dort einsteigen, wo mich die Wut gepackt hatte, wo es weh tat?

Ich entschloss mich dazu. Mit Voltaires Traité sur la tolérance im Reisegepäck fuhr ich nach Collioure, einem der späteren Schauplätze meines Romans, las Voltaires Abhandlung noch einmal in aller Ruhe, im Schein einer kalten Ostersonne, verstand, weshalb man ihn „das Gewissen Frankreichs“ nannte. In der Nacht zuvor, die Karfreitagsprozession von Collioure: Dröhnende Trommelschläge, Büßer mit hohen spitzen Hüten, laute Schreie, versteckte Augen hinter Kapuzenschlitzen… Unheimlich, ja suggestiv war die Stimmung, die über Collioure lag, schrieb ich später.

Eine Recherchereise weiter, auf der Zugfahrt nach Toulouse, war der Plot bereits entwickelt, die Affäre Calas in eine weitgehend fiktive Gegenwartshandlung eingebunden. Auch die Zugfahrt würde im Roman eine Rolle spielen.

(Foto priv. Capitouls – die Ratsherren von Toulouse, die das Urteil sprachen.)

In La ville rose angekommen – so nennt man die Stadt ihrer roten Backsteinhäuser wegen -, gewährte mir der Konservator des Augustiner-Museums am einzigen Ruhetag der Woche eine Privatführung. Er machte mich auch auf die Symbolsprache des Malers Nicolas Tournier aufmerksam, der zu seiner Zeit für die Büßer gearbeitet hatte.

Nicht ahnend, dass ich eines einzigen Fotos wegen meinen Plot noch einmal umschreiben würde, fuhr ich zurück. Bei der Vergrößerung der Aufnahme (Portalwappen der Büßer von Toulouse) entdeckte ich eine geheimnisvolle Inschrift, worauf ich neue Fäden in ein bereits gewebtes vielschichtiges Muster zog, die ihrerseits eine Tempoanpassung erforderlich machten – gewissermaßen von andante zu presto

Aus der Geschichte eines der rätselhaftesten Kriminalfälle des 18. Jahrhundert entwickelte sich ein Thriller.

Helene Luise Köppel

“Die Affäre C.” nun als Kindle E-Book erhältlich

Kurzbeschreibung

(Titel der Printausgabe: “Die Affäre Calas”, Aufbau-Verlag, Berlin, 2008,

Seitenzahl der Printausgabe: 439)

Die Affäre C.: Thriller

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5.0 von 5 Sternen (1 customer reviews)

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Eine ungeklärte Chemieexplosion in Toulouse, ein Familiengeheimnis, Briefe aus Voltaires Feder, ein verschwundenes Gemälde und eine geheimnisumwitterte lateinische Inschrift. Ein gefährlicher Cocktail aus religiösem Wahn und Mord, der die junge Anwältin Sandrine Feuerbach und ihren Geliebten, den Journalisten Henri Gagnepain, ins Unglück treibt.

Inhalt:

An ihrem 33. Geburtstag erfährt Sandrine, dass ihre Tante in Toulouse gestorben ist.
In Südfrankreich wartet nicht nur eine beachtliche Erbschaft auf sie, sondern auch ein Familiengeheimnis aus dem 18. Jahrhundert. Kaum hat sie mit Hilfe ihres Jugendfreundes Henri begonnen den alten Vorgängen nachzuforschen, verschwindet Henri spurlos. Doch erst als jemand versucht, sie zu ermorden, merkt sie, wie brisant die alte Affäre ist.

Rezensionssplitter:

“Historisch gehaltvoller Thriller; sehr empfehlenswert, 5 Amazonsterne” – timediver auf amazon, 26.12.2007;
” … eines der besten Bücher dieses Genres, die ich in den letzten Jahren gelesen habe” – Miramis/Literaturschock de, 5.7.2008;
” … sehr intelligente und ausgeklügelte Geschichte” – Appassionata/Literaturschock de, 3.7.2008;
” … habe ich regelrecht verschlungen und hat mich sehr fasziniert”, Katharina Stress, Xing-Forum, Bücher, Bücher, Bücher, 5.9.08
” … ein Beispiel allerbester Unterhaltung, ohne ´Anspruch` aufzugeben”, Dr. Lothar Riemenschneider, Xing-Forum Bücher, Bücher, Bücher 11.11.2008;
” … das ist ein Thriller, den ich mir sehr gut verfilmt vorstellen kann”, Daniela Valentini, Xing-Bücher, Bücher, Bücher, 17.1.2009.

Recherchefotos (priv.)  zum Roman Karfreitags-Sanchumzug in Collioure im Jahr 2004:


 

Premierenlesung 2008 in Schweinfurt, Buchhandlung Vogel:

“Als ich zum ersten Mal vom Fall Calas hörte, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass diese furchtbare Geschichte, die sich vor fast zweihundertfünfzig Jahren in Toulouse ereignete, mit meinem Leben verknüpft sein könnte, ja geradezu schicksalhaft mit ihm verbunden …” (Der erste Satz des Romans)

 

 

 

 

Die Wahrheit – oder eine falsche Fährte?

… oder wie der Roman “Die Erbin des Grals” zustande kam.

“Für die Suche nach dem Gral verlasst ihr jetzt die Tafelrunde, und niemals mehr werde ich euch alle zusammen hier sehen …”       Thomas Malory, Le Morte d`Arthur

Als ich mich im Jahr 1997 zu Recherchen für meinen Roman „Die Ketzerin vom Montségur“ im Südwesten Frankreichs aufhielt, besuchte ich auch das verwunschene Bergnest Rennes-le-Château, das Schatzsucher und Gralsritter aus aller Herren Länder geradezu magisch anzuziehen scheint.


Selbst angelockt von der seltsamen Geschichte des Abbés Bérenger Saunière, die Anlass zu mancherlei Spekulation gibt, ließ mich vor allem die Frau an der Seite dieses Priesters, seine Haushälterin und Geliebte Marie Dénarnaud, nicht mehr los. „Cherchez la femme“ – die Spuren, die sie mit Sicherheit dort oben hinterlassen hatte (Marie lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1953 in Rennes-le-Château), waren jedoch verwischt. Niemand konnte – oder wollte – mir bei meinen Besuchen Näheres über „die Marie“ erzählen. Ich besichtigte ausgiebig die Villa, die sie bewohnt hatte, ihr Grab, flanierte durch die Gärten – der große Springbrunnen befindet sich noch immer an Ort und Stelle -, studierte Saunières bizarre Kirche und bestieg seinen verrückten Turm mit den zweiundzwanzig Zinnen.

Doch das Bild dieser Frau blieb undeutlich.

Enttäuscht fuhr ich mit meinem Mann nach Cap Agde, ans Meer, wo mich gewissermaßen die Geschichte einholte: Eines Abends saßen wir im gemütlichen Lokal „Les Copains“. Unser Thema war das gleiche wie viele Abende zuvor: Die Katharer, die Templer – und ihre Verbindung zu Rennes-le-Château. Wir redeten auch ausführlich über Saunière und “die Marie”. Da fiel uns auf, dass am Nachbartisch offensichtlich mitgehört wurde. Zwei ältere, gutgekleidete Herren grüßten höflich, als wir zu ihnen hinübersahen. Der eine sprach uns an: „Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihrer Unterhaltung gelauscht habe, Madame et Monsieur. Sie befassen sich jedoch mit so interessanten Dingen“, sagte er – trés charmant - in gebrochenem Deutsch, „dass ich gar nicht anders konnte, als aufmerksam zuzuhören.“ Der Deutschsprechende, der seinen Beruf als Gewürzhändler angab, nach eigener Aussage ein Haus in Cap Agde besaß, jedoch in Paris lebte und arbeitete, wusste außerordentlich gut über die Historie des Languedoc Bescheid und gab mir einige wichtige Hinweise auf Orte, die ich noch nicht kannte. Spät, sehr spät brachen wir auf.

Am nächsten Morgen saß ich am Strand, allein. Plötzlich kam der Gewürzhändler auf mich zugeschlendert. Er fragte, ob er sich zu mir setzen dürfe, und dann fing er an, mir Dinge über Rennes-les-Château zu erzählen, die ich zuvor nie gehört oder gelesen hatte. Er wusste Details über das Leben der Marie Dénarnaud, dass es mir kalt den Rücken hinunterlief. Eine ganze Stunde lang erzählte er – und ich lauschte. Als ich ihn anschließend fragte, woher er dieses umfassende Wissen über Saunières Haushälterin hätte, lachte er: “Meine Großmutter kannte sie gut, Madame”, sagte er und sah mir dabei in die Augen, “und ich glaube, dass Sie diejenige sein werden, die sie unsterblich macht. Bonne chance!”

Bis heute weiß ich nicht, ob dieser Mann mir die Wahrheit über Marie Dénarnaud erzählt oder mich auf eine falsche Fährte geführt hat. Aber ich habe noch in Cap Agde angefangen, die Geschichte aufzuschreiben …