San Juan de la Peña – der Hort des Heiligen Grals

San Juan de la Peña ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Aragon (Spanien, südwestlich der Stadt Jaca).

Die Legende besagt, hier sei der Hort des Heiligen Grals gewesen.

(Alle Fotos können durch Anklicken vergrößert werden)

Die Geschichte dieses alten Klosters

beginnt im Jahr 720 mit der maurischen Invasion, als sich, auf der Flucht vor den Muselmanen, hier eine Handvoll Einsiedler versteckte. Im 10. Jahrhundert entstand ein bescheidenes Höhlenheiligtum, das Johannes dem Täufer geweiht war. Aus dieser Zeit ist nur eine kleine mozarabische Kirche erhalten geblieben.
Im 11. Jahrhundert ließ Sancho, der König von Navarra, über dieser Stelle das Felsenkloster San Juan de la Peña bauen. Das Kloster wurde benediktinisch und das erste „spanische“ Kloster, das die Messe in Latein abhielt.

Im Foto rechts – der Kreuzgang des Klosters unter dem überhängenden Fels

Im Untergeschoß des Klosters, das als eines der heiligsten Orte Spaniens gilt, befindet sich die schon erwähnte mozarabische Kirche aus dem 10. Jh., die an der Stelle des Höhlenheiligtums errichtet wurde. Sie enthält Wandmalereien aus dem 12. Jh.

Folgt man der Legende, so wurde hier in diesem Kloster der Heilige Gral versteckt (vor den Muselmanen).

Erstmals im Jahr 1071 erwähnt, wurde er im Jahr 1399 nach Saragossa gebracht. Heute wird der Gral von San Juan de la Peña mit dem Santo Cáliz identifiziert, der in der Kathedrale von Valencia steht.

Nun zum Kreuzgang aus dem 12. Jh. Der Schatz dieses Kreuzgangs und des Klosters sind die prachtvollen romanischen Kapitelle …

Eine kleine Foto-Show zum Betrachten der einzelnen Kapitelle:

Das Neue Kloster

Im Jahr 1889 wurde das alte Felsenkloster zum Baudenkmal erklärt und ein neues Kloster darüber errichtet, das jedoch im Jahr 1923 ebenfalls den Rang als geschütztes Baudenkmal erhielt.

Besuchertipp für Autorfahrer: Die Parkplätze befinden sich oberhalb, in der Nähe des Neuen Klosters, wo man auch die Eintrittskarten lösen kann. Ein Sammelbus bringt die Besucher dann hinunter ins alte Felsenkloster.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Helene Köppel

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