Mérida – vormals Emerita Augusta


Mérida, die Hauptstadt der Autonomen Region Extremadura im Südwesten Spaniens, war im Römischen Reich unter dem Namen Emerita Augusta Hauptstadt der Provinz Lusitana. Sie wurde im Jahr 25 v. Chr. von Kaiser Augustus als Kolonie für Veteranen der römischen Legionen gegründet. Bis zum Untergang des Römischen Reiches war Mérida ein bedeutendes militärisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum.

Im Mittelalter machten die Westgoten Mérida zur Hauptstadt ihres Königreichs. Von hier aus wurde im 6. und 7. Jh ein Gebiet, das fast das gesamte heutige Spanien und Portugal umfasste, regiert.

Im Jahr 713 fielen die Mauren unter Musa ibn Nusair in Mérida ein und verwüsteten die Stadt. Die Rückeroberung erfolgte im Jahr 1230 unter Alfons IX. von León.


Der Tempel der Diana – wurde zwischen dem 1. und 2. Jh. n. Chr. gebaut. Er hat einen rechteckigen Grundriss und sechs Frontsäulen. Die Kapitelle sind korinthisch. Man huldigte hier dem „Gottgleichen“ Kaiser Augustus.


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Das Amphitheater – wurde im Jahr 8 v. Chr. eingeweiht. Es bot bis zu 20 000 Zuschauern Platz. Hier fanden sowohl Kämpfe mit wilden Tieren als auch Gladiatorenkämpfe statt.

Kleiner Hinweis am Schluss:
In den Monaten Juli und August findet im Amphitheater das Internationale Festival für klassisches Theater statt.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Besançon – das römische „Vesontio“

Julius Cäsar berichtet in „De bello Gallico“, dass er die Stadt Besançon – damals noch Vesontio genannt – aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage im Jahr 58 v. Chr. zum Stützpunkt im Kampf gegen die Germanen machte.

 

Cum tridui viam processisset, nuntiatum est ei Ariovistum cum suis omnibus copiis ad occupandum Vesontionem, quod est oppidum maximum Sequanorum, contendere triduique viam a suis finibus processisse …

 

Heute ist die malerische Stadt – an einer Schleife des Doubs gelegen – Universitätsstadt und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region Franche-Comté.

Quai Vauban und Doubs

Altstadt

Besançon verdankt sein heutiges Aussehen dem umtriebigen Festungsarchitekten Ludwigs XIV., Vauban. Seine raffinierte Befestigungstechnik – eine Zitadelle und drei aufeinanderfolgende Wehrgänge – ist noch zu sehen. Der Quai, mit Umwallung und einer schier endlosen Reihe mit Arkaden versehenen Gebäuden, trägt Vaubans Namen.

Sébastien Le Prestre, Seigneur de Vauban (auch Marquis de Vauban) - 1633 - 1707 - war ein französischer General, Festungsbaumeister Ludwigs XIV. und Marschall von Frankreich.

Die sehenswerte Altstadt besitzt aber auch noch zahlreiche Zeugnisse aus der Römerzeit – wie die Säulen des Square Castan (s. erstes Foto) und – in der Nähe der Kathedrale – die Porta Nigra (auch Porte de Mars genannt), die mit ihren Skulpturen und dem zweigeschossigen Aufbau an einen prachtvollen Triumphbogen erinnert – und das zu Recht:

Die Porta Nigra – geschmückt mit Pflanzenornamenten, Mythologie- und Kampfszenen – wurde einst dem römischen Kaiser Marc Aurel gewidmet.

Marc Aurel oder Marcus Aurelius, war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa.
Als Stoa (Στοά) wird eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte bezeichnet.

In Besançon, einer Stadt der Künste, lebt das Andenken an zwei berühmte Namen fort, Männer, die hier geboren wurden:
Die Brüder Lumière (1862 und 1864) – die „Erfinder des Cinématographen“ (s. Foto rechts)
und der berühmte Schriftsteller Victor Hugo (1802), der den Franzosen (nach Voltaire) als ihr größter Autor gilt. Hugo schrieb u.a. „Der Glöckner von Notre-Dame“ und „Die Elenden“ (Les Miserables).

rechts das Geburtshaus von Victor Hugo

Blick auf den Turm der Kathedrale Saint Jean (12. Jh.)

Mein Urteil:
Besançon hat wesentlich mehr zu bieten als nur ein Hotelzimmer für die Nacht vor der Weiterreise in den Süden!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!