Mein neuer Roman:
Béatris – Kronzeugin der Inquisition

Hervorgehoben

„Béatris – Kronzeugin der Inquisition“
(Chronologisch fünfter Band der losen Reihe „Töchter des Teufels“.)

bildet den Abschluss meiner Katharer-Reihe (jetzt 6 Bände) – und zugleich den Auftakt für einen Neudruck meiner älteren Historischen Romane, die derzeit nur als E-book und/oder antiquarisch erhältlich sind.

Töchter des Teufels

Die geplante neue Reihe trägt den Serientitel „Töchter des Teufels“, wobei jeder Roman in sich abgeschlossen und eigenständig lesbar ist.
In diesem Jahr (2017) sind bereits drei Romane erhältlich (E-book + Taschenbuchausgabe):
„Alix: Das Schicksalsrad“ (1209, Béziers und Carcassonne)
„Sancha: Das Tor der Myrrhe“ (1218 Toulouse)
„Béatris: Kronzeugin der Inquisition“ (1320 Montaillou)

(alle Fotos zum Vergrößeren anklicken)

Worum geht es im neuen Roman „Béatris“:

Anno Domini 1320:
Nach Jahrzehnten blutiger Auseinandersetzungen (Albigenserkreuzzüge) ist die »teuflische Gegenkirche der Katharer« noch immer nicht besiegt. Vor allem die Menschen in den entlegenen Gebirgsdörfern lassen nicht von ihrem Glauben ab: »Meines Vaters Haus in Montaillou ist wegen Häresie schon dreimal zerstört worden«, erzählt ein Schäfer dem Gericht, »und dennoch kann ich der Ketzerei nicht abschwören, ich muss dem Glauben meines Vaters treu bleiben.« Diese Zustände waren der römisch-katholischen Kirche nicht verborgen geblieben. Mit Hilfe des jungen, hochbegabten Vorstehers der Zisterzienserabtei Fontfroid, Jacques Fournier, startet man einen letzten Anlauf zur Ausrottung der Ketzerei. Nach seiner Erhebung zum Bischof von Pamiers installiert Fournier ein Inquisitionstribunal, mit dem Ziel, Pierre Clergue, den Pfarrer und Rädelsführer von Montaillou, für immer dingfest zu machen. Fast hundert Zeugen werden im Laufe der nächsten acht Jahre vorgeladen, inhaftiert und mehrfach verhört. Darunter auch die Kronzeugin der Inquisition, Béatris de Planissoles, die frühere Geliebte des Pfarrers.

Die Ruinen der Burg von Montaillou

Was macht nun den Montaillou-Prozess (in Deutschland erstmals 1993 durch das Sachbuch von Le Roy Ladurie bekannt geworden) so anziehend, dass man als Autorin den Drang verspürt, darüber zu schreiben?

Es waren die Protagonisten, die mich schon vor Jahren in ihren Bann zogen: Béatris und Pierrein all ihrer Widersprüchlichkeit und ihrer Liebe, aber auch ihr Gegenspieler, der interessante Bischof von Pamiers, Jacques Fournier. Als Ankläger und Richter in Personalunion hat sich Fournier bei seiner Urteilsfindung – im Gegensatz zu den damals gängigen Verfahrensweisen der Inquisition – stets an den alten römischen Rechtsgrundsatz gehalten: Quod non est in actis non est in mundo!* So hat er seinen Urteilen nur diejenigen Fakten zugrunde gelegt, die er zuvor selbst ermitteln konnte. Fournier, der akribisch jedes Wort, das im Prozess fiel, aufnotieren ließ, residierte Jahre später als Papst Benedikt XII. in Avignon. Auf ihn geht der Bau des noch heute beeindruckenden Papstpalastes zurück. Aber noch eine weitere Person zog mich während meiner Recherchearbeit zunehmend in ihren Bann: Der Jude Baruch David Neumann. Sein Fall (Zwangstaufe) wurde von Fournier im selben Jahr parallel zum Montaillou-Prozess verhandelt. Damit ist Baruch nur eine Nebenfigur in meiner Geschichte, die aber wesentlich zum Zeitverständnis beiträgt.

Über Ihr Interesse an meinem neuen Roman würde ich mich sehr freuen – und natürlich auch über eine kleine Buchbesprechung!

Herzlichst

Helene Köppel

* Was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt!

Druckausgabe: ISBN 978-3744852500 – bestellbar in jeder Buchhandlung und/oder bei Amazon
E-book-Ausgabe – Amazon Kindle.

Leseprobe auf meiner Website – hier klicken!

Samstag, 15. Juli 2017 – die erste Rückmeldung einer Leserin:

„Frau Köppel schafft es immer wieder, dass man sich nach wenigen Seiten in die Welt der Protagonistin hineinversetzen kann. Fundierte Geschichtskenntnisse, gepaart mit Erzählkunst und viel französischem Flair machen ihre Bücher zu kleinen Kostbarkeiten (nicht nur!) für Frankreichfans.“

Weitere Leserzuschriften:
31.7. : „Ein Sahneschnittchen unter den Historischen Romanen

Der neue Roman von Helene L. Köppel macht mal wieder deutlich, dass „Schreiben“ auch anders geht: ohne bluttriefende Beschreibungen, dafür gespickt mit vielen klugen Wortfechtereien und Spitzfindigkeiten. Sehr gut recherchiert, macht die Autorin in ihrem neuen Werk die besondere Situation der Menschen deutlich, die unter den Schergen der Kirche zu leiden hatten …
Ein sehr empfehlenswerter historischer Roman der Sonderklasse!

10. 10.: Sehr gut recherchiert und realistisch
Der Roman beruht auf Prozessakten und die Heldin ist keine junge Frau, die ihren Lebensweg und die wahre Liebe sucht, sondern bereits fortgeschrittenen Alters. In vieler Hinsicht also ein sehr untypischer historischer Roman, was ihn zu einem ungewöhnlichen Leseerlebnis macht. Das Leben in Südfrankreich des Spätmittelalters wird mit vielen kleinen Details geschildert, die verwitwete Heldin hat bereits einige Liebesabenteuer hinter sich und ist dennoch eine lebensfrohe Frau, die sich damit arrangiert hat, dass sie den Traummann manchmal haben, aber nicht halten kann. Der Konflikt zwischen dem zwar verbotenen, aber heimlich noch praktizierten katharischem Glauben und dem absoluten Machtanspruch der katholischen Kirche lässt sie in Schwierigkeiten geraten, die sie schließlich meistert. Das Ende ist nicht märchenhaft glücklich, sondern sehr überzeugend und realistisch. Béatris hat zwar einige Illusionen aber nicht die Lebensfreude verloren und geht weiterhin ihren Weg.

LESEPROBE „Béatris – Kronzeugin der Inquisition“

Hervorgehoben

Klappentext

»Etwa ein Jahr nach dem Tod meines Mannes wollte ich in der Kirche von Montaillou zur Beichte gehen. Als ich vor Pierre Clergue kniete, sagte er zu mir, dass er in der Welt keine Frau kenne, die ihm soviel bedeute wie ich …«
(Béatrice de Planissoles, Zeugenaussage im Jahr 1320)

Um den ketzerischen Sumpf im Pyrenäenvorland endgültig trockenzulegen, lädt der Bischof von Pamiers die ehemalige Kastellanin von Montaillou vor. Die noch immer schöne und lebenslustige Béatris soll ihren früheren Geliebten, den Pfarrer Pierre Clergue, belasten. Er gilt als »Wolf im Schafspelz«, weil er als Katholik ketzerische Thesen vertritt und ein Netz von Günstlingen über die Gegend gespannt hat.
Wird es dem Bischof gelingen, das aus Béatris herauszupressen, was sie so geschickt vor ihm zu verbergen sucht?

Nach einer wahren Geschichte, die sich im 14. Jh in einem abgelegenen Winkel der Pyrenäen zugetragen hat.

Kurze Leseprobe

Car greu es pros dona c’adés
hom calque drut no li.n devi.

Eine Frau kann kaum edel sein,
wenn man ihr nicht stets irgendeine
Liebesbeziehung zuschreiben kann.

(Raimon Vidal de Besalú, 13. Jh, Troubadour)

(Montaillou, im Jahr des HERRN 1297)

Ich war Anfang zwanzig und zum vierten Mal schwanger, als ich am Sonnwendtag auf die Wehrplattform des Donjons stieg, um von oben einen Blick auf die Wiese der Comba del Gazel zu werfen, die zu dieser Zeit geradezu übersät war von blauem Enzian und gelben Lilien. Mit einem Mal hörte ich hinter mir ein Geräusch. Ich drehte mich um und blickte in die schwarzen Wieselaugen von Raymond Roussel, dem Verwalter unserer Burg. Er trug ein weißes Leinenhemd und grüne Beinlinge, an denen Hundehaare hingen. Unbemerkt hatte er sich die Wendeltreppe heraufgeschlichen.
»Steigt Ihr mir nach, Raymond? Oder was sucht Ihr hier oben«, fragte ich ihn mit fester Stimme.
Er blieb auf der letzten Stufe stehen, druckste eine Weile herum. Dann jedoch meinte er, er müsse mit mir reden. Es sei ernst.
Ich erschrak. »Geht es um meinen Gemahl? Kam ein Reiter aus Foix? Es ist ihm doch nichts zugestoßen?«
Er schüttelte den Kopf, und dann brach es aus ihm heraus: »Lasst uns nicht um den heißen Brei herumreden, Donna Béatris. Dass man Euch die Knaben wegnahm, war Unrecht. Euer Gemahl hätte Euch das nicht antun dürfen. Und es sind doch auch seine Söhne! Tag um Tag, Stunde um Stunde, musste ich zusehen, wie Ihr unglücklicher wurdet. Dabei seid Ihr noch so jung, und der Herr … nun, er hat die Fünfzig schon überschritten. Außerdem lässt er Euch ständig allein, ist in Geschäften unterwegs.«
Ich runzelte die Stirn. »Ihr sprecht in Rätseln, Raymond!«
»Nun, jeder in Montaillou weiß, dass Eure Familie zu den Guten Christen hält, nicht wahr? Wir beide haben ähnliche Wurzeln. Ich gehöre ebenfalls zu den Katharern, insgeheim.«
Ich bekam ein flaues Gefühl im Magen. In ganz Montaillou wäre es niemandem in den Sinn gekommen, mit mir über die Glaubensvorstellungen meiner Familie zu reden. Privates aus der Vergangenheit war tabu. Weder die Benets, noch die Rives oder gar die Clergues hätten sich so weit hervorgetraut. Ich fühlte mich den Dörflern zwar zugehörig, aber ich war für sie die Kastellanin, wurde von ihnen respektiert.
»Weshalb erzählt Ihr mir das, Roussel? Ihr wisst doch, es ist gefährlich, darüber zu reden.«
Roussel war ganz blass geworden und seine Hände zitterten. »Es fällt mir auch nicht leicht, Euch ohne Vorbereitung mein Ansuchen zu unterbreiten, aber ich tu’s, weil Euer Gemahl erst in einer Woche zurückkehrt: Lasst uns zusammen die Burg verlassen und uns in der Lombardei offen den Katharern anschließen!«
»Was?« Ich traute meinen Ohren kaum. »Seid Ihr verrückt geworden«, herrschte ich ihn an. »Habe ich Euch je einen Anlass gegeben, zu denken, ich wollte mit Euch fliehen? Überdies bin ich wieder schwanger. Was würde da wohl mit meinem ungeborenen Kind.«
Raymond Roussel sah mich mitleidig an. »Mit Verlaub, Donna Béatris, hat es Euch Euer Vater nicht erklärt, dass die Seelen von Männern und Frauen durch neun Körper wandern, bis sie einen Guten Christen finden und durch ihn das ewige Heil erlangen?«
Für einen Herzschlag dachte ich, der Mann sei wirklich verrückt geworden. Doch dann strömten die Worte nur so aus mir heraus: »Was Ihr erzählt, ist heller Unsinn, Roussel! Wie sollte der Geist eines gerade verstorbenen Mannes oder einer toten Frau durch den Mund einer Schwangeren in den Körper ihres Ungeborenen gelangen.«
Er lachte ein unfrohes Lachen und behauptete danach allen Ernstes, dass der Geist über jeden beliebigen Teil des Körpers in eine Frau eindringen könne. Dabei sah er so … durchgeistigt aus, als wenn ihm der Engel Gottes persönlich in der Nacht diese Botschaft überbracht hätte.
»Nein, nein, das kann ich nicht glauben«, parierte ich. »Warum sprechen dann die Kinder nicht sofort nach der Geburt, wenn sie doch eine alte Seele haben?«
»Gottes Ratschluss ist unergründlich, Donna Béatris«, entgegnete Roussel. Offenbar war dem Engel Gottes nichts Entsprechendes eingefallen. »Denkt über meinen Vorschlag nach. Verweilt nicht länger auf einer Burg, in der man keine Guten Christen duldet.«
»Weshalb hält es dann Euch hier, Roussel«, spottete ich, »wenn Ihr doch ein Guter Christ seid? Niemand hindert Euch in die Lombardei zu ziehen.«
»Ich bin nur Euretwegen noch da, Donna Béatris. Ich habe seit langem auf einen günstigen Zeitpunkt gewartet, um mit Euch zu reden. Ich kann Euch nur den einen Rat geben: Packt Eure Habseligkeiten und folgt mir. In der Lombardei seid Ihr in Sicherheit.« Unbeweglich wie eine Statue stand er da und versperrte mir den Treppenabgang.

Liebe Leserinnen und Leser,

An dieser Stelle lade ich Sie auch herzlich ein, mich auf meinem Weg hinauf zur Burgruine zu begleiten! 

Haben Sie Ihre Wanderschuhe parat? 🙂

Hier geht’s lang, bitte anklicken: Meine Recherchereise nach Montaillou

LESEPROBE „Salamandra“

(Romanschauplatz Bésalu)

Klappentext

Die Klugheit tut nie das, was sie vorgibt, sondern zielt nur, um zu täuschen

Rätselhafte Mythen, Vulkangestein, merkwürdige Fossilien. Die exzentrische Archäologin Jenna Marx stößt in Jerusalem auf eine verstörende Inschrift. Sie informiert ihre Münchner Kollegin Bernadette und fliegt nach Südfrankreich, um sich mit einem Informanten zu treffen. Nach der Übergabe eines Buches, das sich mit Satanismus beschäftigt, verschwindet Jenna spurlos. Sie ist einfach nicht mehr da. Als Bernadette nach ihr sucht, stellt sie fest, dass offenbar jemand die Büchse der Pandora geöffnet hat: Wer oder was steckt hinter den niederträchtigen Vorfällen, für die es keine Erklärungen gibt? Auch Kommissar Claret steht vor einem Rätsel und geht bei seinen Recherchen zunächst in die Irre. Ohnehin ist in den Pyrenäen nichts so, wie es scheint – nicht einmal die Liebe!

Kurze Leseprobe

Madame Pierrette, die Inhaberin der Auberge am anderen Ende der Brücke, erkannte Jenna nicht wieder, als Bernadette ihr das Foto vorlegte. »Vielleicht hat sich Ihre Freundin im benachbarten Hotel einquartiert«, meinte sie, den Kopf mit dem angegrauten Haar zur Seite neigend, »das öffnet aber erst am Abend wieder. Ein Trauerfall in der Familie.«
Bernadette biss sich auf die Unterlippe. Dann gab sie sich einen Ruck und mietete sich kurzerhand selbst bei Madame Pierette ein. »Vorerst für eine Nacht«, sagte sie, »meine Freundin hat die Reise vorgeplant; ich hoffe, dass ich sie bald erreiche.«
Lächelnd überreichte ihr die Frau den Schlüssel. Ihre Hand roch nach Nelken.
Bernadette war schon auf dem Weg zur Treppe, als ihr eine Idee kam. Sie drehte sich um. »Dürfte ich mal Ihr Telefon benutzen, Madame? Ich fürchte inzwischen, es könnte mein Handy sein, das eine Macke hat. Obwohl es nagelneu ist.«
»Ah, das kenne ich! Da hilft wohl nur ein Löschen aller Kontakte und ein Neustart.« Madame Pierrette schob ihr bereitwillig das Festnetztelefon über den Tresen.
Bernadette wählte die Nummer aus dem Kopf. Nach mehrmaligem Klingeln tat sich was. Eine Ansage aus dem französischen Netz und die Umleitung auf die Deutsche Mobilbox – dann jedoch: »Ungültiger Empfänger«. Nun wusste sie sich absolut keinen Rat mehr.
Wütend verfasste sie auf ihrem Zimmer eine wirklich »allerletzte« SMS an Jenna, die aber wiederum im elektronischen Nirvana hängenblieb. Lag es vielleicht an der internationalen Kennzeichnung, dass nun gar nichts mehr funktionierte? Probehalber schrieb sie eine SMS an Yohann und danach noch eine Mail. Beide Nachrichten gingen anstandslos raus.
»Ich drehe noch durch, Schatz!«, hatte sie getippt, »heute morgen schrieb mir Jenna eine Nachricht, und nun bin ich in Le Somail – und sie ist erneut abgetaucht. Verrückt, oder? Ich melde mich am Abend nochmals, okay? Jtm! Bises!«
Sie nahm eine Flasche Wasser aus der Minibar, zog die Schuhe aus und setzte sich ans offenstehende Fenster, das bereits im Schatten lag. Nur langsam beruhigte sie sich. Am späten Nachmittag, nachdem sie eine Weile in Lovecrafts Lesebuch geblättert hatte, legte sie in zwei weiteren Pensionen Jennas Foto vor. Niemand erkannte sie.
Sonderbarerweise kannte aber auch keiner diesen Leon. Wo hatte sich der Student eigentlich herumgetrieben? Wo geschlafen? In seinem Auto?

Leserstimmen

Die mystische und spannende Stimmung wird von der ersten Seite an aufgebaut und bis zum Schluss gehalten …
Nach „Blut.Rote.Rosen“ mein absoluter Favorit.

(288 Seiten, E-Book und Taschenbuch)

LESEPROBE „Talmi“

(Romanschauplatz Rocamadour)

Klappentext

Der Tod ist ein eiliger Gesell …

In einem dunklen Bergsee in den Pyrenäen verschwindet ein englischer Schatztaucher. Ein Unglücksfall? Mord?
Kommissar Claret schöpft Verdacht, zumal sich die Reisebegleiter des Engländers, zwei Frauen und zwei Männer, die sich lediglich aus dem Internet kennen, seltsam bedeckt halten.
Der Polizeipsychologe René Labourd setzt die Befragung in einem nahegelegenen Berghotel fort. Dabei stellt sich heraus,
dass seit Tagen eine weitere Person vermisst wird, der Organisator der Reise.
Gibt es noch einen Toten? Was verheimlichen die Begleiter des Tauchers?

Ein abgründiger Reise-Psychoroman auf der Spurensuche
nach den mysteriösen Cagoten …

KURZE LESEPROBE

Ich wollte an diesem Tag eigentlich nur in Ruhe gelassen werden – doch dann musste alles schnell gehen. Als ich nach eineinhalbstündiger Fahrt meinen Jeep neben dem Range-Rover der beiden Polizeitaucher abstellte, atmete ich erleichtert auf: Ich kam spät, aber nicht zu spät.
Ich schulterte meinen Rucksack und hetzte quer über den Parkplatz der Station Monts d`Olmes zum Hubschrauber hinüber, wo die Kollegen schon dabei waren, ihr umfangreiches Equipment einzuladen: Drucklufttauchgeräte, Sauerstoffflaschen, Unterwasserlampen, Akkus, Trockentauchanzüge und Flossen.
Nacheinander kletterten wir in den rot-weißen Rettungshelikopter, der uns über den Col de Girabal auf fast sechzehnhundert Meter hinaufbringen sollte. Es war ein trüber, kühler und windiger Tag, die Berge waren wolkenverhangen.
Kaum, dass ich angeschnallt war, ging es wie in einem Lift senkrecht in die Höhe. Mir war etwas mulmig zumute, auch weil ich nicht wusste, was genau der Kommissar von mir erwartete. Andererseits freute ich mich auf den Flug, denn wann hatte ein Polizeipsychologe schon die Gelegenheit, die Pyrenäen aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten. Und tatsächlich: Es war grandios. Das Panorama nahm mir den Atem.
Aber es ging auch etwas Ungezähmtes, Furchterweckendes von den schroffen, schneebedeckten Felskämmen und steilen Schluchten aus, die wir überflogen, und die grauweißen Wolkenfetzen, die den Helikopter begleiteten wie »Wotans Wilde Jagd«, verstärkten diesen Eindruck noch …

Leserstimmen:
“Ein klarer, fast distanzierter Ton, der viel Raum lässt für leise Untertöne.”
“Mir hat die Auflösung kurz die Sprache verschlagen. Der Hammer! Damit hatte ich nicht gerechnet.
“Eine raffinierte Geschichte, deren Spannungsbogen bis zur letzten Seite hält.”

(466 Seiten, E-book und Taschenbuch)

LESEPROBE „Blut.Rote.Rosen“

(Romanschauplatz Saint-Bertrand-de-Comminges)

Klappentext

Und die Wespen stachen, ganz wie es mir mein Anwalt prophezeit hatte …
Ein einsames Hotel in den Pyrenäen. Ein Mann, der mitten in der Nacht sein Zimmer verlässt. Auf seinen Schultern eine junge, leblos wirkende Frau.

Gebannt beobachtet die Nürnbergerin Steffi Conrad von Fenster aus die Szene. Als sie sich auf die Suche nach der jungen Frau macht, stößt sie auf eine alarmierende Geschichte – in der sie bald mittendrin steckt!
Welche Rolle spielt Samuel Etoile, ein alter Jude, der kurz vor Kriegsbeginn aus Nazi-Deutschland in die Pyrenäen flüchtete?
In seinem Dorf geschehen seltsame Dinge …
***
 Ein fesselnder Thriller, der bis in das zerstörte Berlin von 1945 zurückreicht.

Kurze Leseprobe

„Wissen Sie, ich mische mich nie in die Privatsphäre meiner Gäste ein, Madame Conrad“, hielt mir Aurélie freundlich aber bestimmt entgegen, als ich sie davon überzeugen wollte, dass an Urbans Verhalten etwas nicht koscher sei.
Im Arm einen Strauß mit weißen, noch halb geschlossenen Pfingstrosen, starrte sie dennoch sichtlich unschlüssig auf die bauchige Tonvase, die vor ihr auf dem Tresen der Rezeption stand. Das Fenster war geöffnet, Sonnenstrahlen brachen sich in ihrem Haar. Aurélie war eine echte Rothaarige; in ihrem Gesicht blühten die Sommersprossen.
„Das verstehe ich, Madame. Es beunruhigt mich nur, dass er dieses junge Ding, das definitiv nicht seine Frau war, mitten in der Nacht aus dem Hotel getragen hat. Und dann die Sache mit dem Nummernschild …“
„Zugegeben, das klingt alles sehr sonderbar, zumal sich mir der Mann mit einem anderen Namen vorgestellt hat.“
Sie steckte die Blumen einzeln in die Vase, verschwieg mir aber – Datenschutz! – hartnäckig diesen anderen Namen. Doch als ich nicht lockerließ und wieder auf das Nummernschild zu sprechen kam, drehte sie sich seufzend zu mir um.
Alors, ich werde Ihnen etwas zeigen. Kommen Sie mit.“
Sie bückte sich, zog eine große Taschenlampe aus dem Regal und geleitete mich durchs Treppenhaus nach oben.
Erwartungsvoll hob ich die Brauen, als sie das Zimmer 11 aufschloss. Sie trat ans Bett und schwenkte das links stehende Rokoko-Nachtschränkchen zur Seite. Dann knipste sie die Lampe an und winkte mich zu sich.
„Sehen Sie sich das mal an, Madame Conrad!“
Ich traute meinen Augen nicht. Auf dem dunklen Holz, unter einem vom Schreiner ausgefrästen Herzchen, tauchten im Lichtkegel krakelige, silbergraue Buchstaben auf und darunter ein nach links gerichteter Pfeil …

Leserstimme:
“Sehr aufregender und dichter Thriller mit aktuellem Bezug zu zeitgeschichtlichen Themen!”

(440 Seiten, E-book und Taschenbuch)

LESEPROBE „Die Affäre C.“

(Romanschauplatz Collioure)

Klappentext

Wie der Hase läuft, ist ganz allein die Sache des Fuchses …

Die 33jährige Juristin Sandrine fährt nach Toulouse, um das Erbe Ihrer Tante anzutreten: Vergilbte Dokumente, die die Affäre Calas beleuchten, einen Justizskandal aus dem 18. Jahrhundert. Sandrine will den rätselhaften Fall aufklären, stößt in Toulouse aber nur auf Misstrauen und Ablehnung. Auch ihr Jugendfreund Henri, in den sie sich verliebt, benimmt sich zunehmend sonderbar. Als jemand versucht, sie zu ermorden, merkt sie, wie brisant die alte Affäre ist …

 

Kurze Leseprobe

Wachsbleich und sehr fremd lag Charlotte in ihrem Sarg aus Palisanderholz – helles Holz hatte sie immer gehasst -, die Hände mit den langen Fingern und den manikürten Nägeln gefaltet, das Haar wie einen halben Heiligenschein um ihren Kopf gebreitet, die schönen grauen Augen endgültig geschlossen. Mir zog es das Herz zusammen und ich zitterte vor Trauer und Kälte. Nie mehr würde ich beobachten können, wie sie sich die Lippen schminkte, fuhr es mir lächerlicherweise durch den Kopf (etwas, das mich vor allem als kleines Mädchen fasziniert hatte, weil meine Mutter nie einen Lippenstift benutzte); niemals mehr würde ich sie lachen hören, so silberhell und auf- und abhüpfend. Nun hieß es Abschied zu nehmen für immer.
Niedergedrückt, mit pochenden Kopfschmerzen und noch müder als zuvor, verließ ich nach einer Weile die eisige Halle, um die Formalitäten für die Beerdigung zu klären, bevor die Angestellten ihren wohlverdienten Feierabend antraten. Dann würde ich endlich in die Rue de la Dalbade fahren. Doch ich scheute mich vor der Leere dort und den traurigen Augen der alten Marie. Ich war erst wenige Schritte gegangen und überlegte gerade, wo sich ein Aspirin auftreiben ließe, als plötzlich das Handy klingelte. Rasch setzte ich meine Tasche ab, um die Hände freizuhaben, und drückte auf die Empfangstaste. „Ja, hallo?“
„Sandrine …“
„Ja? Bist du es, Sam?“
„Hm … Es tut mir leid, das mit Charlotte. Ich hab es gerade erst erfahren. Wo steckst du?“
„Ich bin bereits in Toulouse. Wieso hast du meine SMS erst jetzt gelesen?“
Sam atmete hörbar. Dann sagte er leise: „Ich … äh, das Handy war nicht aufgeladen.“
„Aha“, sagte ich, während ich mich blitzartig an ein ähnliches Telefongespräch erinnerte. Ich spürte, wie der Kloß in meinem Hals anfing zu wachsen. „Danke übrigens für die Rosen zum Geburtstag.“
„Schon gut … wenn ich demnächst wieder in Nürnberg bin, dann …“
„Das heißt, du fliegst nicht nach Toulouse, zur Bestattungsfeier?“
„Nein … Ich … ich hab zwei wichtige Konferenzen, Sandy, tut mir leid.“
Ich starrte auf das Handy in meiner Hand, das ich weit weg von mir hielt, als ob es ein Fremdkörper wäre und mir gar nicht gehörte. Dabei fiel mein Blick auf ein Blumenbeet: Rosenstöcke, die mit jetzt nadellosen Tannenreisern bedeckt waren, letzte Schneereste. Direkt vor dem Beet hatte ein Hund sein Geschäft hinterlassen. Ich hielt das Handy wieder an mein Ohr. „Konferenzen? Sag, dass das nicht wahr ist, was ich gerade denke“, flüsterte ich mit benommenem Kopf und angeekelt von dem Kothaufen. „Ist da wieder eine Frau?“
„Rede dir jetzt bloß nicht ein, dass es deine Schuld ist, Sandrine!“
„Wieso meine Schuld? Was meinst du damit?“
„Ach nichts“, sagte mein Mann. „Vergiss es …“, und dann beendete er das Gespräch. Seine Stimme … sie hatte genauso spröde geklungen wie damals, und er hatte keinen Versuch unternommen, mich zu beruhigen.
„Oh, mein Gott“, stieß ich hervor.

Leserstimme

“Liest sich wie ein guter französischer Film, bei dem Alfred Hitchcock der Co-Regisseur war!”
(Klara Bellis, 12.10.2014)

(533 Seiten, E-book und Taschenbuch)

ACHTUNG:
Eine Sonderausgabe dieses Romans trägt den Titel:
„Die Sache des Fuchses“
(mit Originaltexten im Anhang).

Am 1. Februar 2016 erreichte mich über meinen Verlag in Berlin das Schreiben einer Dame aus Frankfurt, das ich hier auszugsweise veröffentlichen möchte:

„… leider erhielt ich ihr Buch nicht in einer Buchhandlung. Zum Glück aber in der Frankfurter Universitätsbibliothek, und zwar über die Fernleihe. Als ich Ihr Buch schließlich abholen konnte und zu lesen anfing, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich bewundere sehr, wie Sie Voltaires Schriften, die schwierigen religiösen Zusammenhänge und die so spannende Geschichte verbinden. Ihre Personen leben regelrecht … Falls ich doch noch nach Toulouse in die rue des Filatiers komme, werde ich an Sie denken …“

Darüber habe ich mich sehr gefreut! 🙂