Meine neuen Romane 2017 – Historien

Band I, II und V der 6-teiligen Historischen Reihe
„TÖCHTER DES TEUFELS“

Historische Einführung

Im Süden Frankreichs (Okzitanien) hinterließen zahlreiche Völker ihre Spuren: Kelten, Griechen, Römer, Westgoten, Sarazenen. Im Hochmittelalter ist Okzitanien ein loser Zusammenschluss von Grafschaften, Herzogtümern und Lehnsstaaten – jedoch mit einer eigenständigen Sprache, dem sog. „oc“ (verwandt mit dem heutigen Catalan). Es herrschen Freizügigkeit, Toleranz und die Paratge: Eine vergleichbare Ehre und Würde für alle Menschen. Frauen dürfen Handel treiben und ihre Meinung kundtun. In den Städten entwickeln sich erste Bürgerrechte (Konsulate nach römischem Vorbild).
Zwei Dynastien prägen das Land: Die Grafen von Toulouse und die Familie Trencavel (Vizegrafen von Albi, Carcassonne, Béziers und des Razès.) Auf ihren Burgen und Minnehöfen herrscht die ritterliche Galanterie, Troubadoure gehen ein und aus, singen von der Fin Amour, der reinen Liebe.
Doch es ist längst nicht alles Gold, was glänzt: In relativ guter Nachbarschaft stehen sich zwei christliche Kirchen gegenüber: Die der Katharer (Abweichler vom herkömmlichen Glauben) und die der römisch-katholischen Kirche – wobei letztere, weil zunehmend korrupt, ständig an Einfluss verliert. In Scharen zieht es die Menschen zu den friedfertigen boni christiani, den Katharern, bis sich Papst Innozenz III. zum Handeln gezwungen sieht und den Kreuzzug predigt.

Band I – „Alix: Das Schicksalsrad“

Rom, im Jahr des Herrn 1208:
Papst Innozenz III. predigt den Kreuzzug gegen die Katharer: “ … nehmt ihnen ihre Länder weg, damit katholische Einwohner an die Stelle der vernichteten Ketzer treten können.“
Daraufhin beordert Philipp II., August, der König von Frankreich und Oberlehnsherr von Toulouse, einflussreiche Barone in den Süden.
Im Jahr 1209 versammeln sich die ersten Kreuzfahrer bei Lyon.
Béziers ist ihr Ziel, die Parole lautet:
»Tötet sie alle (Katharer, Juden, Katholiken), Gott wird die Seinen schon erkennen!«

Noch im gleichen Sommer wird die Festungsstadt Carcassonne belagert.

(526 Seiten, E-book und Taschenbuch)

Band II – „Sancha: Das Tor der Myrrhe“

Nach der Eroberung von Béziers und Carcassonne im Jahr 1209 bewegt sich Simon von Montfort, der militärische Befehlshaber der Kreuzfahrer, auf Toulouse zu. Der ehrgeizige, fromme Graf aus dem Norden, wirft sich mehrfach gegen die starken Mauern der Stadt, kämpft aber ebenso erfolglos gegen die Feigheit seiner eigenen Barone und Ritter, die ihn oft vor Ablauf der vereinbarten Zeitspanne verlassen.
Ein weiteres kommt hinzu: Sein Widersacher, Graf Raymond von Toulouse, einst einer der mächtigsten Seigneurs der Christenheit, hat einen einflussreichen Verbündeten an seiner Seite: Den König von Aragón, Peter II. Die Schlacht von Muret scheint das Schicksal der Okzitanier zu besiegeln: Der König von Aragón fällt.
Doch Toulouse gibt nicht auf …

(520 Seiten, E-book und Taschenbuch)

Band V – „Béatris: Kronzeugin der Inquisition“

Anno Domini 1320: Nach Jahrzehnten blutiger Auseinandersetzungen (Albigenserkreuzzüge) ist die „teuflische Gegenkirche der Katharer“ noch immer nicht besiegt. Vor allem die Menschen in den entlegenen Gebirgsdörfern lassen nicht von ihrem Glauben ab: „Meines Vaters Haus in Montaillou ist wegen Häresie schon dreimal zerstört worden“, erzählt ein Schäfer dem Gericht, „und dennoch kann ich der Ketzerei nicht abschwören, ich muss dem Glauben meines Vaters treu bleiben.“
Diese Zustände waren der römisch-katholischen Kirche nicht verborgen geblieben. Mit Hilfe des Bischofs von Pamiers, Jacques Fournier, startet man einen letzten Anlauf zur Ausrottung der Ketzerei. Fournier installiert ein Inquisitionstribunal, mit dem Ziel, Pierre Clergue, den Pfarrer und Rädelsführer von Montaillou, für immer dingfest zu machen. Fast hundert Zeugen werden vorgeladen, darunter die Kronzeugin der Inquisition, Béatris de Planissoles, die frühere Geliebte des Pfarrers.
Nach einer wahren Geschichte, die sich im 14. Jh. in einem abgelegenen Winkel der Pyrenäen zugetragen hat.

(306 Seiten, E-book und Taschenbuch)

Letzte Hinweise zur Serie „Töchter des Teufels“:
Jeder Roman ist in sich abgeschlossen, d.h. eigenständig lesbar!

Drei weitere Romane – Esclarmonde, Rixende und Marie (die als Taschenbuch derzeit nur noch antiquarisch erhältlich sind) werden von mir im Laufe des Jahres 2018 überarbeitet und neu aufgelegt – jeweils als E-book und Taschenbuch!

Zu den Klappentexten und Leseproben bitte hier klicken!

 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse, Ihre langjährige Treue und Ihre Geduld!

Helene Köppel

Alet-les-Bains:
Unter dem Vorsitz einer Leiche …

Unter dem Vorsitz einer Leiche …
(Une histoire macabre!)

Der kleine südfranzösische Ort (einst Kurort) Alet-les-Bains liegt im Aude-Gebiet, fünf Kilometer südlich von Limoux und ungefähr 25 Kilometer von Carcassonne entfernt.
Zu besichtigen sind hier vor allem die Ruinen der ehemaligen Abtei Saint-Marie, die vermutlich auf das 8. Jh. zurückgehen. Es handelte sich um eine Basilika mit drei Schiffen, diversen Seitenkapellen und einem Querschiff. Das Mittelschiff wurde von den Seitenschiffen durch elegante Säulen mit Rundbögen getrennt. Erbaut wurde die Basilika aus dem gelben Quarzsandstein von Alet, der in der Sonne einen leuchtenden Goldton annimmt.
Im 12. Jh. gewann Alet-les-Bains, obwohl es im Katharerland lag (sogar mitten im Gebiet der „Erzketzer“), an Einfluss und Macht. Der in Glaubensfragen eher tolerante Abt von Alet-les-Bains, Pons Amiel (1167-1197) befestigte daraufhin den Ort mit einer Mauer und vier Stadttoren. Über diesen Pons Amiel und seinen Nachfolger gibt es eine makabre Geschichte, die mit den Katharern zu tun hat.
Ich zitiere aus meinem Roman „Alix: Das Schicksalsrad“:

„Nach dem Tod eines bis dahin duldsamen Abtes hatte das Kapitel plötzlich einen unerbittlichen Katharerfeind gewählt. In ihrer Verzweiflung riefen die Leute Bertrand von Saissac zu Hilfe. Der Oheim des Trencavel, damals noch jung, drang unerschrocken in die Abtei ein und warf den neu gewählten Abt in den Kerker. Er ließ den Leichnam des Vorgängers ausgraben, kleidete ihn ein und band ihn, damit er nicht in sich zusammenrutschte, auf seinem Thronsessel fest. Unter dem wahrlich nicht alltäglichen Vorsitz eines priesterlichen Leichnams, wählte das Kapitel rasch einen anderen Abt, einen Mann, der den Katharern wohlgesonnener war. Im ganzen Land hatte man daraufhin Saissacs Schläue gepriesen …“

(Fotos bitte anklicken zum Vergrößern)

Ein feiner Kirchenschatz

Im Inneren der im 19. Jh. restaurierten Pfarrkirche Saint-André, die sich in unmittelbarer Nähe der alten Abtei befindet, entdeckt man alte Fresken, prachtvolle Buntglasfenster in Form des Siegels Salomons (mit Darstellungen der 4 Evangelisten) – sowie andere wertvolle Gegenstände, darunter auch eine goldene Madonnen-Figurine aus dem 16. Jh., mit Kind:

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Abschließend der Link zu meinem o.g. Historischen Roman „Alix“, der explizit auf das Schicksal der Städte Béziers und Carcassonne eingeht, die im Visier der anrückenden Kreuzfahrer stehen (Albigenserkreuzzug 1209).

Sainte-Marie d’Alet aus dem 12. Jahrhundert

Die freundlich lächelnde Schutzpatronin von Alet, die im Hochmittelalter im Chor der Basilika stand und wahre Pilgerscharen anzog, befindet sich heute, gut gesichert, in der Schatzkammer der Pfarrkirche Saint-Andrè. Sie ist etwas Besonderes, hält vermutlich einen Pilz (?*) in der Hand, während das Jesuskind einen roten Apfel (Erbsünde?) an sich drückt. Außergewöhnlich fand ich auch das schlangenförmige Tuch auf dem Knie und die Kopfbedeckung des Kleinen, die spontan an einen Raumfahrerhelm erinnert.
Brandaktuell: Die Vermutung mit dem Pilz scheint zu stimmen. In Marienfels (Hessen, Nassau) befindet sich eine Madonna, die ebenfalls einen Pilz in der Hand hält – als Zeichen der Fruchtbarkeit! Vielen Dank in die Niederlande für den Hinweis!

HISTORISCHE Romane (Katharer-Romane)
NEUAUFLAGE 2017/2018

 

Zu ALIX: Ein pralles Sittengemälde aus dem Mittelalter, eine Geschichte um Liebe und Leidenschaft, Ehre und Verrat, religiösen Fanatismus, Geldgier und Macht. Ca. 550 Printseiten, E-book 3.99 €. Näheres hier!

Zu SANCHA: Der Hof von Toulouse – im 12. Jahrhundert eine der zivilisiertesten Stätten des Abendlandes – ist in Gefahr. Ein packendes Katharer-Epos vor dem Hintergrund verbürgter Geschichte. Ca. 600 Printseiten, E-book 3.99 €. Inhalt u. Leseprobe hier!

Zu ESCLARMONDE: Ein Kreuzritterheer zieht im 13. Jahrhundert im Namen des Papstes seine blutige Spur durch Südfrankreich. Ein farbenprächtiger Roman um den Mythos der Katharer und des Heiligen Grals. Ca. 450 Seiten, E-book 3.99 €. Näheres hier!

Zu RIXENDE: Südfrankreich im Jahre 1299 – zwischen Liebe und Inquisition. “Herrlicher Lesestoff. Helene Luise Köppel spürt den Pulsschlag eines entfernten Jahrhunderts auf.” (Volkszeitung Schweinfurt) Ca. 520 Seiten, E-book 3.99 €. Zum Inhalt hier!

Zu MARIE: Am Rande der Pyrenäen ruht der Gralsschatz. Helene Luise Köppel hat einen faszinierenden Roman um eines der tiefsten Geheimnisse des Abendlandes geschrieben. Ca. 450 Seiten, E-book 3.99 €. Kurzbeschreibung hier!

NEU: Zu BÉATRIS: Nach einer wahren Geschichte, die sich im 14. Jh. in einem abgelegenen Winkel der Pyrenäen zutrug.

Zu Sanchas Hofnarr: Sechs kurzweilige, heitere und nachdenkliche Episoden um einen blonden „Hofnarren wider Willen“, den das Rad des Schicksals im 13. Jahrhundert von Deutschland nach Frankreich verschlug. 96 Seiten, E-book 89 Cent. Näheres hier! Leseprobe hier!

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

Helene L. Köppel

My fantasy is my castle

 

Ganz neu hinzugekommen ist im August 2017 mein Roman „Béatris: Kronzeugin der Inquisition“.
Er bildet den Abschluss meiner Katharer-Reihe (jetzt 6 Bände) und zugleich den Auftakt für eine ÜBERARBEITUNG und einen NEUDRUCK meiner älteren Historischen Romane, die derzeit nur noch als E-book oder aber antiquarisch erhältlich sind.
Die geplante Reihe trägt den Titel „Töchter des Teufels“. Jeder Roman ist in sich abgeschlossen und eigenständig lesbar.

DIE NEUAUFLAGE 2017/2018:

Derzeit bereits als Taschenbuch (Buchhandel) und E-book (Amazon Kindle) erhältlich: